Mittwoch, 28. Mai 2014
[technische umfrage]
ich möchte gerne ein tablet haben.
für musik + internetzen + von unterwegs schreiben.

anforderungen:
- halbwegs guter akku
- handlich
- guter sound
- günstig

machen sie mal empfehlungen, bitte.
marke + aussehen egal. preis-leistung entscheidet.
gerne gebraucht, falls jemand von ihnen sowas übrig hat.

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Sonntag, 6. April 2014
banküberfall
das objekt träumt seit jeher von einem banküberfall und schmiedet bisweilen hochtrabende pläne, wenn es mal wieder einen film mit einem banküberfall geguckt hat.
"ich würde mitmachen", sage ich neulich lakonisch zur überraschung des objekts.
"aber du bist doch so intelligent und hast studiert und all das!" ruft das objekt erstaunt.
"eben drum. warum soll ich meine intelligenz an geldgierige wichser verschwenden, die mich mit einem hilfsarbeiterlohn abspeisen und dafür sorgen, dass ich mir mit eintritt ins rentenalter ohnehin das leben nehmen muss, einfach, weil ich es nicht mehr finanzieren kann?"
das objekt schaut mich lange an.
"naja, genau genommen hast du ja auch nichts zu verlieren."
"absolut nichts. und meine freiheit, die schenk ich notfalls auch noch her. im knast müssen sie mich ja durchfüttern und ein dach überm kopf hätte ich auch. außerdem würden die mich wahrscheinlich sowieso in die psychiatrie stecken. dass ich selbstmordgefährdet bin, stell ich gerne unter beweis."
das objekt lacht und knufft mich.
"dann kann ja nichts schiefgehen."

kriminalität ist ein weg, über den ich bisweilen ernsthaft nachdenke. nicht zuletzt, weil sie zwingend notwendig werden wird. in 20 oder 25 jahren, wenn die altersarmut voll durchbricht und es bis dahin kein geregeltes euthanasieprogramm für rentner gibt, wird alterskriminalität an der tagesordnung sein. rentner werden supermärkte oder apotheken überfallen, passanten an geldautomaten ausrauben, dicke karren knacken oder sich vielleicht, wenn sie noch fit sind, nachts in eines der schicken häuser wagen. das postmerkelsche regime wird polizeischlägertruppen und militärs bereitstellen und alles niedermetzeln, was geht. aber das wird nicht das problem lösen. denn die rentner werden zu viele sein.

"du wirst eine militante omi werden", schmunzelt das objekt.
"falls ich dieses alter erlebe, mit sicherheit. ich will mich bis an die zähne bewaffnen und werde den reichen alles nehmen, was sie mir verwehrt haben, als ich mir noch für sie den buckel krumm geschuftet habe. und aus diesem grund muss ich eigentlich auch gar nicht warten, bis ich alt bin."
"du willst rache."
"nennen wir es gerechtigkeit."
"ich will aber einen friedlichen überfall", sagt das objekt.
"überfälle sind niemals friedlich."
"du würdest es wahrscheinlich genießen, ein blutbad anzurichten."
ich lache.
"du hast ein interessantes bild von mir."
"aber kein so falsches, hm?"

kurzum, es gibt noch einige differenzen zu klären, bis wir als oma bonnie und opa clyde in die kriminalgeschichte der bundesrepublik eingehen werden. bis dahin weiter mit musik.

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Samstag, 8. März 2014
haariges
bei menschen gilt für mich das gegenteil wie bei katzen: je weniger körperbehaarung, desto besser. für mich gehört ein rasierer ebenso wie eine zahnbürste zur grundausstattung der körperpflege. ich mag keine männer mit brust- und rückenfell, genauso wenig wie frauen mit unterarmnestern und wadenwolle. auch eine intimrasur empfinde ich nicht als nachteil, am allerwenigsten beim oralverkehr oder an öffentlichen orten wie sauna, schwimmbad oder swingerclub, wo wegschauen schwierig wird.

was gesichtsbehaarung betrifft, bin ich noch unentschieden, insbesondere in anbetracht des derzeitigen trends zum vollbart. ungefähr jeder zweite mann hier trägt inzwischen einen. richtig zur geltung kommt ein bart auf jeden fall bei einem testosteronbündel von mann. in diesem fall macht der bart den braven soldaten zum krieger. in einigen fällen erkenne ich andere vorteile des bartes - zum beispiel das verdecken von vereinzelten falten, verkniffen-schmalen lippen oder einem wenig markanten kinn. in sehr vielen fällen scheint der bart jedoch nur hilfloser ausdruck von hipster-mitläufertum zu sein und wächst in pickeligen milchgesichtern, auf pausbacken und in pitbull-fressen. hier wird der bart zum index der hässlichkeit, zur leuchtreklame der geschmackverirrung und zum ausdruck von ja-sager-mentatlität.

was meinen sie?

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Sonntag, 9. Februar 2014
führungspositionenbesetzer
wie ich des öfteren feststelle, ist die mehrzahl der menschen in führungpositionen ohne führungskompetenz. das liegt meist daran, dass diese führungspositionenbesetzer an ihre stelle gelangen, weil sie ihren vorgänger oder den oberchef von gemeinsamen saufgelagen und puffbesuchen kennen, ein auf dem arbeitsmarkt sonst nicht vermittelbares mitglied der oberchef-familie sind, oder sich einfach selbst per unternehmensgründung zum chef gemacht haben.

man kann sich nun aussuchen, was am schlimmsten ist. in den ersten beiden genannten fällen ist der führungspositionenbesetzer eventuell nur ein kleineres lästiges übel, das sich durch inkompetenz und faulheit zugleich auszeichnet und sich dessen bewusst ist. dies können mitarbeiter jedoch recht einfach durch das gern geforderte "proaktive handeln", also das übernehmen von chefaufgaben, kompensieren. der führungspositionenbesetzer wird in diesem fall still und tatenlos sein immenses gehalt einstreichen und dem oberchef beizeiten davon berichten, wie gut es in seiner abteilung mit ihm als führungpositionenbesetzer funktioniert.

schlimmer ist es, wenn sich der inkompetente führungspositionenbesetzer kompetenz zuschreibt und sein team, das er seine fehlentscheidungen auszuführen zwingt, für inkompetent erklärt. die einzige möglichkeit für den arbeitnehmer besteht dann darin, die fehlentscheidungen auszuführen, sie während überstunden wieder zu korrigieren und weitere überstunden darauf zu verschwenden, die eigenmächtigen korrekturversuche erfolgreich zu vertuschen. das funktioniert wirklich prima, ich habe selbst lange so gearbeitet. den größten fehler, den arbeitnehmer in dieser situation begehen können, ist, darauf zu vertrauen, dass sich ihre expertise und der gesunde menschenverstand mit der zeit von selbst durchsetzen werden. vergessen sie es. der führungspositionenbesetzer wird sich in seinem führungsanspruch beschnitten fühlen, ganz egal, wie überzeugend das ergebnis ihrer leistung ist. da er spürt, dass sie ihm hochhaus überlegen sind und damit indirekt an seinem stuhl sägen, wird er sie schlechtmachen, wo es nur geht, und ihnen jeden kleinsten fehler solange unter die nase reiben, bis sie selbst an ihrem verstand zweifeln.

führungpositionenselbstbesetzer, also unternehmensgründer, schreiben sich in jedem fall immer eine hohe führungskompetenz zu. diese gründet sehr häufig darauf, dass sich die betreffenden aufgrund mangelnder sozialer und fachlicher fähigkeiten selbst nie in ein team integrieren konnten und sich grundsätzlich für unfehlbar halten. statt solider lösungen proklamieren sie ihre "visionen", die sie allerdings als visionäre persönlichkeiten selbstredend nicht in die realität umzusetzen vermögen. hier sind dann die angestellten gefordert, aus jeder noch so unbrauchbaren idee gold zu machen. das klappt mehr oder minder gut, je nach dem, wie schlecht die idee wirklich ist, wie manipulierbar die zielgruppe ist und wie produktiv die exekutive die idee umsetzt. auf jeden fall wird der führungspositionenselbstbesetzer erfolge als resultat seiner visionen verbuchen, misserfolge hingegen mit fehlern in der exekutive begründen und ahnden.

die bekanntesten managementkonzepte sind übrigens hier sehr treffend zusammengefasst.

p.s.: ich möchte nicht ausrechnen, wie viele burnout-fälle sich verhindern ließen und wie viele milliarden euro gespart werden könnten, wenn man einige führungspositionen einfach abschafft.

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Donnerstag, 6. Februar 2014
werbepause
"strobo" hätte ein stück weit mein leben sein können, mit einer anderen identität, in einer anderen stadt. jetzt bin ich gespannt auf das da:

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Sonntag, 19. Januar 2014
danke, olaf schillz
... dass du so eine witzfigur bist, dass trotzdem tausende von menschen keine angst vor deiner braunen politik haben und sich gestern auf die straße getraut haben.
... dass du so niederträchtig bist, dass die menschen auf die straßen gehen, obwohl sie wissen, dass du als rädchen der merkelschen geheimdiktatur auf demokratische kundgebungen scheißt.
... dass gestern ausnahmsweise niemand halbtot geknüppelt wurde.
... dass kinder die polizei jetzt fest als angstbild und bedrohung in den köpfen abgespeichert haben.
... dass ich weiß, dass auch genügend polizisten deine strategien für bull(en)shit halten und sie die schnauze voll haben, für deine missregierung die köpfe hinzuhalten.

auge um auge. zahn um zahn. weiterhin.
versprochen. bis der stuhl zusammenbricht, auf dem du und deine mischpoke mit eurer fetten selbstzufriedenheit sitzt.

ich dachte damals bei den wahlen, alles besser als (c)du. aber die wahl war die zwischen pest und cholera.

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Donnerstag, 26. Dezember 2013
state of mind
weihnachten ist fast vorbei. ich mache drei kreuze. zwei tage gefressen, ein kilo schwerer. und sich dann wegen des knies noch nicht mal bewegen zu können. ich meide blicke in den spiegel.

mama und papa sind happy. weil ich doch gekommen bin. weil ich wieder das coole, unterhaltsame und sorgenfreie kind bin, das für alle probleme eine lösung weiß. ich saß sogar am mittagstisch und habe eine mahlzeit gegessen, als hätte ich nie eine verweigert. ich frage mich, ob ich als mutter auch so feige wäre und nicht wagen würde, mein kind richtig anzusehen. ob ich es auch mit zeter und mordio und den eigenen gefühlswust emotional erpressen würde, damit es funktioniert. ich glaube, sie merken es nicht mal, wie sie handeln. das macht sie fast wieder liebenswert, auch wenn diese liebe verschwendung ist, energie, die mir hinterher fehlt.

ich ziehe ein wenig energie aus materialismus.
"frag doch deine eltern einfach, ob sie dir dies oder jenes ermöglichen würden", hatte mir das objekt geraten. "nachdem sie dir emotional nichts bieten können. die haben nach dem letzten auftritt bestimmt unbewusst ein schlechtes gewissen und sind froh, wenn sie sich davon freikaufen können."
direkt fragen und betteln ist nicht so meine sache, also habe ich ein wenig von meiner neuen steuerberaterin geschwärmt. schwuppdiwupp war ich um 200 tacken reicher. das argument lautete zwar anders, aber ich merkte, dass das objekt die situation mal wieder völlig richtig eingeschätzt hatte.
schmerzensgeld. jemanden nicht so billig davon kommen lassen. gedanken, die mir weh tun. aber gedanken, die ich inzwischen denke. ich werde brutaler, auch wenn ich noch nicht die abgebrühtheit der merkelschen regierung erreiche.

abiturverbot für demonstranten und verweigerung des bleiberechts. führerscheinentzug. warum nicht gleich zwangssterilisation? wann baut frau merkel die ersten kzs für systemgegner? auf facebook die große empörung, weil die polizei sagt: "das grundgesetz ist erledigt." das sind keine news in meinen ohren, sondern längst vollzogene realität. eine anwohnerin, die bei der demo sagte, so sei das damals im krieg gewesen, genau so. wir haben krieg. arm gegen reich. kapitalismus gegen sozialismus, gerade jetzt, wo eine neoliberalistische, kapitalistische regierung die letzten merkmale des sozialstaats erodiert.

in der mopo entdecke ich einen großen betroffenheitsartikel über eine ach so unschuldige familie, die sich von anhängern des schwarzen blocks angegriffen fühlte. selbstredend ist niemandem etwas passiert. wer mit seinem audi a6 durch eine demo fährt, muss eben mit kollateralschäden rechnen. der artikel aber instrumentalisierte die kleine begebenheit zur politischen agitation im sinne der herrschenden. großes drama in einer gekauften presse.

und selbst wenn? wer einen audi a6 oder ähnliches fährt, präsentiert seinen reichtum öffentlich mit einem statussymbol und zeigt, dass er tragender teil eines verachtungswürdigen systems ist. damit riskiert er nunmal, eins in die fresse zu bekommen. denn es ist ein statement. zumindest hier und jetzt, im krieg. auch wenn allethalben lamentiert wird, warum diese zerstörungswut - ich kann sie verstehen. reichtum erfordert charakter und ein soziales gewissen. wer seinen reichtum lediglich nutzt, um ihn nach außen zu tragen, um ein dickes auto zu fahren, eine protzvilla zu bauen oder seine kinder bei einer privatschule einzukaufen, benutzt den reichtum zur selbststilisierung und machterhaltung. aber die fetten jahren sind vorbei. sie sind sowas von vorbei.

der "mob", wie die presse diejenigen nennt, die dagegen sind, dass sich reiche das recht auf alles erkaufen, wird sich holen, was ihm zusteht. angefangen beim grundrecht, artikel eins: die würde des menschen ist unantastbar. wenn ein staat lohndumping, altersarmut und soziale verwahrlosung billigend in kauf nimmt oder sogar willentlich fördert, ist ein menschenwürdiges leben nicht mehr möglich. ich kenne sie, die rentner, die als pizzaausträger arbeiten, obwohl sie kaum mehr treppen steigen können. die fließbandarbeiter, die nachts noch taxifahren. die ausgebrannten pflegekräfte im drei-schicht-system, die die arbeit von drei kollegen mitmachen. es sind menschen, die meist viel härter arbeiten als die reichen, menschen mit zwei und mehr jobs, mit einer sieben-tage-woche. trotzdem können sie kaum überleben oder eine familie ernähren. ich kenne die berechtigte verzweiflung, die in hass umschlägt. dieser formiert sich nun langsam, aber sicher zu widerstand. und das ist verdammt gut so.

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Dienstag, 24. Dezember 2013
beste weihnachtswünsche
... an meine treuen leser und kommentatoren...
... an meine freunde im nonvirtuellen leben...
... an die mutigen, die da draußen mithelfen, die welt ein kleines stück zum besseren zu verändern...
... an alle, die sich am wochenende der polizeigewalt entgegengestellt haben...
... an alle, die den verzerrten berichten der cdu-gekauften presse keinen glauben schenken, sondern ihren augen und dem gesunden menschenverstand vertrauen (ausnahmen bestätigen die regel: die gebeugte wahrheit)...
... und last but not least an meine püppilotta-püppirella, die seit gestern neue liebe katzeneltern hat.

ahoi, ihr lieben. haltet die fahnen hoch in dieser friedlosen zeit.

lieber stehend sterben als kniend leben!

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Donnerstag, 19. Dezember 2013
geste
auf meinem büro-tisch liegt ein geschenk. es ist marzipan und ein kleiner silberner schutzengel. von meinem cheffe. er meint, ich könnte sowas brauchen. dringend.

den ganzen tag dieses lächeln nach innen getragen.

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Mittwoch, 27. November 2013
gucken
und freuen.
dass ich in einer so schönen und lebendigen stadt mit so viel kultur wohne.

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