Mittwoch, 5. März 2014
oberwasser
seit 48 stunden oberwasser. kaum zu fassen.
gut gelaunt arbeiten, gut gelaunt nach hause kommen. die super-puschis bekuscheln. weiterarbeiten, während der kleine in meinem schoß schläft. sport machen. abwaschen. haare färben.

am abend bin ich fix und alle vor lauter normalität. und falle in tiefen schlaf. mit einer kurzen unterbrechung gegen fünf uhr morgens.

... link


Sonntag, 2. März 2014
die langen nächte
die gedankenkreisel zähmen, langsam runtertakten. nie rechtzeitig, aber doch irgendwann einschlafen.

zwei, drei stunden später wieder erbarmungsloses bewusstsein. meist nach einer ersten schweren traumphase, die die gedanken, die kommen werden, schon eingeleitet hat. das gefühl beim erwachen erinnert an starkes heimweh, mit dem kleinen, aber bedeutsamen unterschied, dass man ja zuhause ist. es gibt also keine zeitspanne, auf die man schauen könnte, die ein ende dieses empfinden verspräche.

medikamente fangen das loch, das diese langen nächte reißen, nicht auf. meine benzodiazepine kann ich nicht nehmen, wenn ich vier oder fünf stunden später wieder aufstehen und arbeiten soll. meine antidepressiva kann ich ebenfalls nicht nehmen, da sie in den ersten zwei stunden nach der einnahme wach machen. also steht man auf und versucht, etwas zu tun. manchmal kann ich ein buch lesen. oft aber wandern die gedanken zwischen die buchstaben, bis man fünf seiten später merkt, dass man nicht sagen könnte, was man da eben gelesen hat.

4:33 uhr. draußen zwitschern die vögel. die katzen freuen sich über mein wachsein und mauzen ohne unterbrechung. der kleine schnuppert an meinem beruhigungstee und rümpft das näschen. der beruhigungstee ist ein objektgeschenk, weil es in der klinikapotheke günstiger einkaufen kann. manchmal in diesen langen nächten schreibe ich ihm eine nachricht. dinge, die ich niemandem sonst anvertrauen kann.

der wunsch, mit jemandem zu sprechen, überfällt mich häufig in den langen nächten. aber wen ruft man um 4:35 uhr an? der freund, der sich im dezember das leben nahm, litt ebenfalls unter schlafstörungen. man traf sich des öfteren auf facebook, schrieb einander nachrichten und tauschte hörbücher, weil zuhören manchmal einfacher ist als lesen und weil es erinnerungen wachruft an die zeit, als man noch klein war und vorgelesen bekam.

manchmal in den langen nächten besuche ich das facebookprofil des freundes. ich kenne fast jeden eintrag bis zum ersten tag. es ist schön, dass doch etwas bleibt, mehr als ein grab 600 kilometer weit weg auf einem kleinen dorffriedhof.

4:49. ein joint und der zweite versuch, ins bett zu kommen.

... link


Samstag, 1. März 2014
wie liebe funktioniert
"stillhalten, um das glück nicht zu gefährden."

von vielen vorbildlichen eltern in mehr oder minder glücklichen ehen vorgelebt.

kein wunder, dass meine generation einen dachschaden hat.

... link


Freitag, 28. Februar 2014
muschialarm
vor einer stunde kamen die beiden puschis an. der lütte sitzt noch immer im körbchen, in die äußerste ecke gequetscht. er ist der angsthase von den beiden, so der besitzer. der große (12 kilo-oschi) ist sofort in den ungefähr 10 zentimeter hohen spalt unter dem küchenregal gekrabbelt. ein bisschen schwarz-weißes fell ist noch sichtbar und das rosa herzförmige näschen, das bebt, wenn ich den kühlschrank öffne.

wie sie sehen, sehen sie noch gar nix.
aber wir sind guter dinge. zumindest wurde ich diesmal auch nicht zur begrüßung angefaucht.

edit: zwei stunden später hat sich die szene gründlich geändert: der dicke ist der größte schmuser auf dieser erde. dem lütten fehlt noch das vertrauen. sein zufluchtsort: die dusche. dort sitzt er und weint, bis ich komme, ihn auf den arm nehme und ein wenig hätschle. sobald ich ihn ins wohnzimmer trage, will er runter. zwei minuten später sitzt er dann wieder in der dusche. wahlweise auf der klospülung.



... link


Mittwoch, 26. Februar 2014
übermorgen
... bin ich wieder katzen-mama. juchee!
riesige, dicke, schwarze maine coons. i´m so excited!

... link