Donnerstag, 23. Juni 2011
happy.
das trifft es. mit zweieinhalb männern und anderthalb jobs den sommer entern. kleine aussichten, vielleicht berlin, vielleicht mit dem objekt. und mit k. ein festival besuchen, ja, definitiv, weil: k. ist so ein typ für feste zusagen.

diese tage zählen zählen zu den bislang besten, die ich hier in hh jemals hatte. wenn ich jetzt sterben müsste, ich wäre ansatzweise satt.

einziger wermutstropfen: die schwache gesundheit. aber der momentane liftstyle fordert seinen tribut, well.

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Sonntag, 19. Juni 2011
k.rass hoch drei
mit der objektexfreundin auf einer privatparty gewesen und nachher gemeinsam in den club gefahren. bis zu schwesterlichen gefühlen dauert es vermutlich noch ein wenig, aber es wird, vor allem, je weniger sich das objekt für die objektexfreundin interessiert.

im club setzte sich plötzlich eine fremde frau zu mir und fragte:
"du bist doch die morphine, oder?"
ich nickte erstaunt.
dann stellte sie sich als k.s exfrau vor. ich bekam einen gewaltigen schreck und befürchtete, sie werde sich gleich mit mir auf dem mädelsklo prügeln gehen. doch sie kam in diplomatischer mission und wollte lediglich die grenzen abstecken.
"ein club kann für zwei frauen, die was mit demselben mann zu tun haben oder auch hatten, schon mal eng werden", meinte sie.
darin musste ich ihr ganz k.-unabhängig unbedingt beipflichten. wir verstanden uns dann aber recht gut und kamen ins gespräch.
"du bist ein toller mensch", sagte sie, als sie sich schließlich erhob, "ich wünsch euch alles gute. mach was draus."

als ich wieder aufblickte, war k., der zuvor noch im selben raum gestanden war, verschwunden. ich fand ihn erst eine gute stunde später wieder vor den toiletten. er schaute mich verletzt an.
"du bist so krass."
"warum?"
"das ist doch horror."
"was denn?"
"du hast dich mit meiner exfrau unterhalten."
"na und? wir haben uns gar nicht geprügelt", wagte ich zu scherzen.
"trotzdem."
die erste ehekrise zog am himmel auf, stellte ich für mich fest.
"dann erzähl doch mal, was daran jetzt so horror war."
"sieh das doch mal aus meiner perspektive."
ich tappte im dunkel und k. war zu breit, um den sachverhalt auf den punkt zu bringen.
dann kam das objekt mit der objektgespielin vorbei, um sich zu verabschieden.
"das beste zum schluss", sagte es und umärmelte mich fest, küsste mich und fasste mir an den arsch.
"viel spaß", erwiderte ich. "fick schön."
das wünschte ich den beiden nicht wirklich, aber ich war ja spezialistin in sachen ein mann und mehrere frauen.

am ende des abends saß ich mit dem dritten zusammen und wir sprachen über das objekt und k.
"k. findet dich unheimlich großartig", meinte der dritte.
"ich weiß nicht, wie ich ihm gegenüber die objektgeschichte thematisieren soll", jammerte ich.
"gar nicht", fand der dritte.
"meinst du?" hakte ich nach. "aber ich würde so gern ehrlich sein. ich weiß auch nicht, was er ohnehin schon ahnt oder weiß."
"ich denke, gar nichts", meinte der dritte. "und das würde ich auch so belassen."
"hm."
"ich weiß, du kannst schweigen", grinste der dritte.
ich grinste zurück.
"ich kann es ja gar nicht oft genug wiederholen", sagte der dritte, "aber das war immer wunderschön mit uns. ich meine, ich liebe meine freundin, aber... irgendwie konnte ich bei dir noch nicht nein sagen."
"ich fand das auch immer ausgesprochen nett - egal in welcher konstellation."
dann schwiegen wir, bis der dritte schließlich vorsichtig fragte:
"hast du nächste woche vielleicht mal zeit?"
"du willst mein leben noch komplizierter machen, hm?"
der dritte lächelte schüchtern:
"ob du es glaubst oder nicht: die frage hat mich eben mut gekostet."
"okay."
"war das jetzt ein ja?"
ich schaute mich um, dann gab ich dem dritten einen kuss auf die wange.
"ich schick dir eine nachricht, okay?"

dann erhob ich mich und suchte k., der sich zwischenzeitlich bei mehreren bieren und schnäpsen wieder beruhigt hatte. ich ließ mich knuddeln. dann nahm k. meine hand.
"wie spät ist es eigentlich?"
"gleich sechs."
"komm, lass uns gehen", lallte er und hakte sich bei mir unter.

während k. gleich betrunken einpennte, lag ich noch lange wach. das objekt drängte sich in meine gedanken und vermengte sich dort unerwünschterweise mit zärtlichen gefühlen, die sich so im dunkel nur schwer abstellen ließen. dann fiel mir der dritte wieder ein und ich gedachte, seinen rat zu befolgen, da der dritte in zwischenmenschlichkeiten meist recht hatte. k. und das objekt würden zwei welten bleiben ud möglichst wenig über einander erfahren. jetzt musste ich nur noch das objekt interviewen, was k. von ihm über unser verhältnis wusste.

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Dienstag, 14. Juni 2011
zeitloch II
... und noch mal wow.

kaum wieder gelandet bekam ich gestern eine sms vom objekt. es schickte lediglich eine spätnachts-busverbindung mit den worten "komm, wie du bist". freundlich, aber bestimmt.

also ließ ich meinen koffer stehen, rannte zur bushaltestelle und fuhr gen süden.
"ich bin, wie ich bin", sagte ich dem objekt, das mich schon an der wohnungstür niederknutschte. "sozusagen mit flughafendreck."
das objekt machte eine ausladende geste in richtung badezimmer und holte mir ein handtuch. einen vorteil hatte das multiple liebesleben des objekts ja - es war alles da: haarspangen, nagellack, tampons sowie diverse cremes und deodorant mit vanille-duft. kurzum: ein mädchentraum.
das sagte ich dem objekt auch zum wiederholten male, woraufhin es erwiderte, es sei ja auch ein 50%-mädchen.

danach saß ich in ein überdimensionales handtuch gewickelt in der küche und das objekt drehte einen joint. nach zwei zügen lüpfte es den zipfel meines handtuchs, hob mich hoch und trug mich in sein rotes reich, wo ich aufs bett drapiert und anschließend vom haaransatz bis zu den zehenspitzen mit zarten liebkosungen elektrisiert wurde.
"willkommen", sagte das objekt, als es mit dem berührungsprogramm zu ende war und alle meine nerven vibrierten.

anschließend gab es film, den wir aber nur ein paar minuten durchhielten, bevor wir dann entgültig über einander herfielen.
"ich will mit dir schlafen", sagte das objekt wild und sah mich an wie der löwe die antilope. "ich will das so sehr, dass es mich um den verstand bringt."
das sind exakt die sätze, die frauen hören wollen.
dann verschlang mich der löwe.

als wir das nächste mal auf die uhr sahen, war es halb vier.
"oh mein gott", sagte ich.
"scheiße", sagte das objekt.
ich verbarg das gesicht in den händen.
"meld dich doch krank", schlug das objekt vor. "du bist doch eh nicht gesund."
"das bringt doch nichts."
"ich kann das bezeugen", redete das objekt auf mich ein. "ich sag das auch deiner chefin."
"ich bereue nichts", linste ich zwischen meinen fingern hervor.
das objekt grinste.
"das war auch atemberaubend. du bist mein königlichster besuch."
"schleim nicht rum."
"doch, das ist mein voller ernst."
"dann glaub ich dir das mal."
"ja, das kannste auch. und noch was, es gibt auch was, was ich echt scheiße an dir finde."
ich hielt den atem an.
"was denn?"
"willst du das jetzt wirklich wissen?"
ich nickte.
"es ist aber was schlimmes", sagte das objekt.
ich versuchte cool zu bleiben, obwohl ich nervös wurde.
"ja, was denn?!"
das objekt zögerte und sagte schließlich todernst:
"dass ich mit dir nie meine filme zu ende gucken kann."
und es lachte schallend.

das objekt konnte bis halb neun ausschlafen. spontan beschloss ich, die arbeit nicht zu schwänzen, dafür aber ein bisschen zu spät zu kommen. wenigstens fünf stunden schlaf. das war vernünftig. bringt auch eine bessere arbeitsleistung, redete ich mir ein.

"schlaf auf mir ein", bat mich das objekt. "ich will dich spüren."
ich krabbelte auf den großen, warmen körper.
"du liegst nicht richtig entspannt", kritisierte das objekt meine haltung.
"du bist anstrengend", fand ich.
"du kannst nicht loslassen", stellte das objekt fest.
dann begann es, einige meiner wirbel zu drücken und bestimmte punkte an meinen rippen zu massieren. wenige minuten später merkte ich, wie alle meine muskeln erschlafften und ich eindöste.

dann drehte sich das objekt zur seite und mich mit. ich wachte wieder auf. das objekt löffelte mich und drückte seinen halbsteifen schwanz an meinen po. und schwupp, erwachte die begierde zu neuem leben. das objekt drängelte sich näher an, dann in mich. schließlich siegte aber doch die erschöpfung und wir schlummerten wieder ein.

während das objekt irgendwann richtig fest schlief, lag ich wach. ich war halb unter dem objekt begraben und es war heiß. ich knuffte das objekt. es murmelte im schlaf und drehte sich dann endlich um. juhu, ich war frei.
allerdings wurde es nun kalt. das objekt hatte im umdrehen die gemeinschaftsdecke plus die gästedecke wie einen gordischen knoten um sich geschlungen. ich zerrte an der großen gemeinschaftsdecke. keine chance. 92 kg köstlicher mensch ließen sich nicht verrücken. irgendwie ergatterte ich ein zipfelchen von der gästedecke und konnte wenigstens po und füße wärmen. und endlich, endlich kam der schlaf.

als ich das nächste mal erwachte, zwitscherten bereits die vögel. die sonne schien durch die vorhänge und es war angenehm warm. das objekt hatte sich wieder zu mir gedreht. seine hände schmiegten sich um meine brüste, seine lippen ruhten auf meiner schulter, sein langes haar lag offen und wirr auf dem kissen und duftete zart-vertraut nach kindershampoo. kein softporno-regisseur hätte es besser arrangieren können.

ich rutschte tiefer und fand, was ich suchte. das objekt hatte die augen geschlossen und nur das in den schwanz einströmende blut sagte mir, dass wenigstens der körper schon am erwachen war.
"oh mein gott", stöhnte das objekt irgendwann überraschend und schlug die augen auf. dann wirbelte es herum und wir rutschten vom bett auf das parkett.

die dielen begannen rhythmisch unter uns zu knarren. ich musste lachen. das objekt hielt inne.
"was denn?"
"die nachbarn denken sich jetzt auch ihren teil, oder? nach all dem, was sie die nacht über sicher schon mitgekriegt haben?"
da sprang das objekt auf und schlug die vorhänge zurück. dann riss es die großen fenster auf.
"so", sagte es und stürzte sich wieder auf mich, "von mir aus kann das die ganze welt mitkriegen und all die ungefickten existenzen sollen uns beneiden um das, was wir haben!"

später standen wir im badezimmer und schrubbten einträchtig die zähne.
"ich muss gleich zum bahnhof", nuschelte das objekt. "ich fahr heute zu meiner cousine."
"der bahnhof ist ja auch meine richtung", freute ich mich. "dann können wir zusammen fahren."

gegen halb zehn lümmelten wir in der s-bahn richtung hauptbahnhof und knutschen.
dann tippte uns jemand auf die schulter. fahrkartenkontrolle.
mit schrecken stellte ich fest, dass ich keinen fahrschein hatte. einfach vergessen. in panik starrte ich das objekt an. das objekt, schwarzfahrer aus prinzip, schaute mich an. zwei dumme, derselbe gedanke. und während sich der kontrolleur zu einer älteren dame herabbeugte und deren ticket inspizierte, nahm mich das objekt bei der hand und wir flüchteten durch die sich schließenden türen.

"kommt da wer hinterher", rief mir das objekt zu, während es mich eilig die rolltreppe hinunterzog.
"ich weiß nicht", sagte ich.
wir rannten die straße entlang, durch einen kleinen park, und dann in eine seitenstraße.
"ich glaube, es folgt uns niemand", keuchte das objekt.
"ich hätte beinahe meinen schuh verloren", seufzte ich.
"aschenputtel", lächelte mich das objekt liebevoll an.
"mit dir mach ich was mit", stellte ich fest.
"warum? wärst du sitzengeblieben und hättest dich von dem wichser aufschreiben lassen?"
"ja."
das objekt schüttelte den kopf. dann hob es den blick.
"da drüben ist ein café. sollen wir uns einen kakao kaufen? so anstatt fahrkarte?"

mit pappbechern in den händen schlenderten wir durch den park zurück. das objekt hatte den arm um meine schultern gelegt.
"du evozierst damit voll das pärchen-feeling", konstatierte ich.
"aber ich habe doch eine beziehung mit dir", sagte das objekt im brustton der überzeugung. "nur nicht so ganz im klassischen sinne eben."
ich hielt die luft an.
wir durchschritten einen kleinen pavillon im park. das objekt hielt mich noch immer im arm und intonierte scherzhaft-feierlich den hochzeitsmarsch:
"tamm, ta, tata... tamm, ta, tata..."
dann sah es mich an und grinste:
"fehlen nur der rote teppich und blumen, die geworfen werden."
ich sagte indes nichts. jedes wort wäre fehl am platze gewesen.

am bahnhof brachte ich das objekt noch zum zug. dort umarmte es mich.
"pass auf dich auf."
"dito. wie kommst du jetzt eigentlich ohne fahrschein zu deiner cousine?"
"das hier ist doch so ein doppelstöckiger zug. muss man halt ein bisschen gucken. und wenn der schaffer unten ist, oben sein."
"schlingel."
das objekt grinste jungenhaft-stupsnäsig und gab mir einen abschiedskuss auf die stirn.
"bis nächstes jahr."
ich zeigte ihm den stinkefinger. dann schlossen sich die türen hinter ihm und ich trottete richtung u-bahn.

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Sonntag, 12. Juni 2011
zeitloch
oh wow. ich liebe überraschungen. und die war gut.

schade, dass der friedhof so früh zumachte und auch die paralleluniversums-moscheeruine nach nirgendwo führte.

aber zwei umarmungen reichen, um den duft wieder eine weile zu speichern. august dann.

danke. fühl dich angedacht aus dem süden der stadt.

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medial bedingter brechdurchfall
ohne fernseher und zeitungsabo lebt es sich deutlich entspannter als mit. sogar die ehec-panik erreichte mich später als andere - insofern zu spät, als ich noch eine gurke im kühlschrank hatte, die ich nach erfahren der hiobsbotschaft zwei wochen lang nicht zu berühren wagte, bis ich schließlich über chirurgenhandschuhe und desinfektionsmittel verfügte. nunja. aber ich bin nicht krank geworden, und instant-nudeln mit shrimps-aroma hab ich auch schon immer gemocht.

hier im süden allerdings verhält es sich ein wenig anders. es gibt ein tageszeitungs-abo und einen fernseher, der in etwa 12 stunden täglich läuft. auf diese art und weise bekommt man, inbesondere wenn man dank einer schlimmen erkältung von der außenwelt abgeschottet auf der couch dahinvegetiert, besonders viel ungefragte nachrichten mit.

zum beispiel, dass eine blondine mit übergroßem gebiss bei der heidi-klum-show gewonnen hat. mannmannmann. wenn man nicht wüsste, dass solche shows eh nur eine show, also der reine schein und damit ein von anfang an abgekartetes spiel sind, müsste man sich wundern, ob die in der jury eigentlich blind sind. mal im ernst: das zähnefletschen eines rottweilers ist deutlich sympathischer als das grinsen der besagten dame. aber vermutlich erfüllte sie die restlichen klumschen model-kriterien: einen magersüchtigen bmi, ein bisschen dummheit und genügend devotes geseiber, um das kalte herz des model-moguls - means: trockenpflaume heidi klums papa, für den der ganze volksverdummungs-scheiß letztlich inszeniert wird - zu erobern.

in gegenzug schön zu lesen, dass sich da die italienische "vogue"-chefin mehr sinnliche models wünscht, die sich in ihrem körper wohlfühlen. dass sie dabei als beispiel claudia schiffer nennt, fand ich dann angesichts deren momentaner ähnlichkeit mit einem biafra-kind doch ein wenig komisch. aber vielleicht fühlt sich die claudi ja so wohl in ihrem körper, wer weiß, sonst würde sie ihre knochen eher dezent verhüllen, anstatt ihre storchenbeine in knallenge röhrenjeans in kindergröße zu quetschen.

so hat also derzeit jeder so seine persönliche lebensmittel-krise, wie mir scheint. verbraucherministerin aigner fordert deshalb nun ganz resolut und weitsichtig mehr kontrollen für sprossen. das ist in ungefähr so, wie wenn ich angesichts der pisa-krise sagen würde: "wir brauchen bessere geometrie-lehrbücher für den matheunterricht der fünften klassen an gymnasien." wir haben ein globales problem, prügeln aber nur auf einen einzigen sündenbock ein. weil alles andere wäre ja kompliziert und würde gegebenenfalls unser image ankratzen, indem es ratlosigkeit enthüllen und eventuell tiefgreifende und unpopuläre veränderungen erfordern könnte. deshalb rangiert aigner in meiner liste der iq=blechdose-persönlichkeiten gleich hinter der blonden ursel und dem sich inzwischen glücklicherweise selbst erledigt habenden opportunisten-schwein mappus.

nach wie vor nicht zu toppen ist natürlich lügenbaron guttenzwerg, der jetzt karriere im ausland machen will. er kann´s ja mal an einer polnischen schönheitsklinik versuchen, als schönredner und vertuscher und mann-für-billige-tricks, dann klappt´s auch mit dem summa cum laude. eventuell kann er auf diese weise auch was am schlimmen lächeln des neuen klumschen supermodels machen, damit es mich nicht mehr bis in meine alpträume verfolgt. oder aber er lernt beim gelben guido an und wird friseur. dann könnte er sich mal angie teflons muttchen-kopf annehmen.

ich sollte berufsberaterin für gescheiterte politiker-(nicht)persönlichkeiten werden, dünkt mir. da liegt vermutlich meine wahre mission. ist ja dann auch so was ähnliches wie lehramt: ungezogenen, unreifen, monetär übervorteilten menschen mit mangelnder autonomer ethik beibringen, wo es langgeht.

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Samstag, 11. Juni 2011
i walk the line between good and evil
im süden.

die erkältung hat mich voll im griff. drei wochen lang ein up and down. seit der zugfahrt gestern ist wieder alles maumau. ja, das objekt hängt mir auch körperlich nach, ich verstehe schon, was mir der körper flüstert.

ich weiß mal wieder nicht, was ich treiben soll. heute nachmittag aus langeweile bei k. angerufen. wider erwarten war er zuhause, hatte aber gerade geschlafen, nach einer feuchtfröhlichen und langen nacht. heute abend gehen sie alle in den club und ich bin nicht dabei.

meine eltern sind ganz süß. meine mutter kuschelt mich trotz ansteckungsgefahr und genießt die tatsache, dass ich mich gerade wieder zaghaft verliebe, in einen mann, der vielleicht ein wenig erreichbarer ist. trotzdem bin ich mit meinen gedanken ganz weit im norden. der fehlt mir: meine nach altem holz duftende dachgeschosswohnung, der park, die seeterrassen an der alster.
warum auch immer. aber irgendwas fehlt immer. ich muss wohl mal akzeptieren, dass mein leben nie vollkommen sein wird.

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