Samstag, 27. Juni 2009
ars moriendi
alles künstler so hier. alles schriftsteller und sonstige behäbige, schmerbäuchige flunschfressen auf dem weg zum ganz großen sprung. huihui. dabei wurden wir doch eben mal wieder dran erinnert, dass künstler ganz früh und unerwartet sterben. was auch desöfteren okay ist, denn soviel dünkel ist ja schon umweltverschmutzung.

das ist wie mit dem autofahren. heute hat fast jeder so ein gefährt oder sogar zwei. mein haus, mein auto (mit dem tollen vollautomatischen fensterheberknopf!), mein boot. mein blog, mein taschenbuch, mein brokat-hardcover (selbstverlegt)? und die welt wird ertränkt in literweise subjektiv wiedergekäuter individualistensuppe mit lauter kotzbröckchen drin.

in tagen wie diesen lerne ich wieder ehrfurcht vor der bescheidenheit. der ehrliche schmerz im arsch, wenn man bis 19:30 uhr freitags im büro hockt. die sehnsucht nach dem für-sich-sein, denn wer anders übernimmt das ja nicht für einen. die seele ins pfandhaus bringen und dafür gummibären aus dem supermarkt freikaufen.

ich bin so schrecklich normal zwischen all den möchtegern-irgendwassen mit pseudomedienfuzzibrillen, gebleachten und gebotoxten fressen und dicke-eier-geländewagen. ich bin der letzte alien.

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Mittwoch, 24. Juni 2009
urlaubsplanung
genau da will ich hin.


nur für eine nacht, an die ich mich dann mein leben lang erinnere.

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Sonntag, 21. Juni 2009
der wahre sinn des bloggens
... eröffnet sich mir immer wieder an abenden wie diesem. es kommt nicht auf die virtuellen existenzen an - sondern auf die realen.

dankeschön.
an die gastgeberin frau stella.
an die gästinnen und den gast.
und an den chefkoch. ;) war lecker.

ich bin für ein kleines sommerfest.

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Freitag, 19. Juni 2009
demokratische demonstrationen
wir haben alle unser recht auf freie meinungsäußerung. super. damit kann man auch mal auf die straße gehen und demonstrieren. oder streiken. das dürfen wir nämlich auch.
die studenten am hamburger campus haben es vorgemacht: ein bisschen musik, ein paar schmiereien und vor allem: feiern.
weil wir aber keine demokratie haben, interessiert das aber niemanden. geisteskranke wie schäuble oder die blonde ursel tragen aktiv dazu bei, die kümmerlichen mitbestimmungs- und freiheitsreste zu beseitigen. das können sie so gut, weil die meisten gerade um ihr überleben kämpfen. weil sie nämlich keine fetten diäten bekommen. da fehlt einem dann die zeit, sich zu wehren, und die kraft auch.

auch die demos der studenten und schüler aktuell sind nur das ignorieren einer geschichte des versagens. oder gibt es eine demo, die schon mal was gebracht hätte? eine, die gewaltfrei ablief? denn gewalt wird es brauchen, um die geballte dummheit der schäuble-von-der-leyen-diktatur aus ihrem hochsicherheits-rollstuhl zu schubsen.

die studenten in hamburg haben jedoch eines erreicht: einen total zugemüllten, verdreckten campus zu hinterlassen. wer aber fordert, der muss auch vorbild sein, finde ich. wer gegen auf die abrichtung des arbeitsnehmers als bloßes wirtschaftliches humankapital ist, darf auch gerne mal die putz- und müllmenschen unterstützen. das wäre dann mal ein zeichen dafür, dass man die hauptvoraussetzung, um an einer hochschule zu erfolgreich zu studieren mitbringt: kein verantwortungsloses arschloch sein nämlich. so aber, liebe studenten, muss ich sagen, das war nur ein weiterer lächerlicher beitrag dafür, dass es dann, wenn es euch eigentlich ernst sein sollte, auch nur um eins geht: spaß haben, feiern und ein paar freie tage. wenn sich die politiker da vor lachen in die hosen pissen: selber schuld. so wird sich in 100 jahre jedenfalls nichts ändern.

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Mittwoch, 17. Juni 2009
vor meinem fenster
... sitzt ein kleines mädchen und glotzt völlig ungeniert zu mir rein. muss total spannend sein, einer frau beim tippen zuzuschauen.

die nächste wohnung dann bitte nicht mehr im halb-souterrain.

(und überhaupt: dass ich schon wieder an umziehen denken kann. aber nomadentum macht mit der zeit wohl immer weniger sesshaft. nicht mal ein jahr und mir ist langweilig. ich brauche keine wohnung, ich brauche ein zelt.)

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