Dienstag, 16. Juni 2009
fohba!
den obersten cheffe vom feind an der leitung:
er: "was für einen status bekleiden sie eigentlich?"
ich: "ähm, ähm..." kacke, eigentlich darf ich das nicht sagen, weil bei uns alle "mitarbeiter" sind, aber scheiße, er hat mich kalt erwischt, mir fällt nix kluges ein! "ich bin volontärin."
manchmal hasse ich meine ehrlichkeit.
er: "das ist aber auch nichts fertiges."
ich, vollständig verwirrt: "naja, ich bin eben so eine art auszubeutende."
er: maximal amüsiert.
ich: maximal kopp-anne-tischkante-tilten.

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Samstag, 13. Juni 2009
meckerliese
wenn ich den scheiß so lese, der in vielen der neueren blogs steht, muss ich immer an mich halten, nicht irgendeinen hundsgemeinen kommentar zu hinterlasssen. und wenn ich hundsgemein sage, meine ich tatsächlich so eine bitterböse persönlichkeitszerschmetternde ansage, die zart besaitete gemüter in den freitod treiben würde.

okay, wenn man eine orthografische niete ist, war man in seiner jugend vielleicht nur irgendwie benachteiligt. ich schreib ja auch alles klein, weil ich zu faul bin. darüber hinaus ist literarische begabung sehr dünn gestreut. schreiben wollen steht daher nicht unbedingt in abhängigkeit von talent. heutzutage darf ja sowieso jeder alles.
aber wenn man soviel inhaltlichen müll von sich gibt, den in sätze kleidet, bei denen es mir die fußnägel hochrollt und das alles in einer kakografie, die jeden legastheniker in den schatten stellt, bin ich kurz vorm schreien. diese blogger gehören sicherlich auch zu der sorte mensch, die sich bei karaoke-abenden auf die bühne stellen und nicht nur nicht singen können, sondern auch das lied nicht kennen und den text falsch ablesen - und sich dafür nicht einmal das schamgefühl wegsaufen müssen.
als wenn das nicht genug wäre, halten sich diese personen aber auch noch für besonders begabt, feinsinnig und wichtig.
ich könnte mich soooooo aufregen. wenn es nicht so eine verdammte zeitverschwendung wäre, würde ich dem einen oder anderen so einen hundsgemeinen comment reinklatschen. aber wie gesagt: wenn.
naja, man muss sich eben damit abfinden, dass die dummen tatsächlich sozialdarwinistisch gesehen im vorteil sind.

gute nacht.
mehr hab ich zur zeit auch nicht zu sagen. bloggen wird jedenfalls auch immer langweiliger.

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Donnerstag, 11. Juni 2009
verhinderungsverhinderer
in der arbeit konstruktiv nichts getan, das heißt, so getan, als würde ich was tun und damit bei allen mitarbeitern satte zufriedenheit erzeugt, nix passiert dabei und vor allem keine fehler. anschiss heute nur für andere.
außerdem nicht geraucht. dafür krebsverhinderertee getrunken (grüner tee mit ingwer und orange), ziemlich angenehm für das kraut, anbei kokossuppe mit hühnchen. trotz krankheit zum sport durchgerungen.
manchmal schaffe ich es ja doch, halbwegs vernünftig zu leben. bizarrerweise macht das müde.

achja, ein mangoeis wäre nett oder mango-maracujasaft. gleich morgen mal kaufen bei unserem edel-edeka.

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Sonntag, 7. Juni 2009
pieselwettersamstag
sehr lange geschlafen. so lange, dass ich kaum mehr aufstehen wollte. gleich beim aus-dem-bett-wühlen atemberaubende schmerzen zwischen linkem fuß und linker schulter. das geht jetzt schon seit wochen so. in mir knackt und kracht es bei jeder bewegung.

der kater schlummert noch. ich schleiche noch einmal ins schlafzimmer zurück, während die kaffeemaschine blubbert. da liegt er, eingerollt wie ein kind, einen arm von sich gestreckt, den anderem um ein kissen geschlungen. es ist immer die gleiche haltung und diese tatsache erfüllt mich mit grandios viel zärtlichen gefühlen. alltags-liebe, das ist wohl die beständigste von allen.

gegen mittag dann ein wenig action. wir besuchen das straßenfest an der eppendorfer landstraße. der verkehr ist zum kotzen, kein parkplatz in sicht. wir kurven dreimal um den block. neben uns an der ampel steht ein porsche carrera. drin sitzt auf braunem leder ein braungebrannter schnöselkopp, der sich ganz offensichtlich sehr geil findet.
"guck mal", sage ich zum kater, "der ist so lange ins solarium gerannt, bis er exakt die farbe seiner innenausstattung hatte."

das straßenfest ist todlangweilig. lauter bornierte menschen, die kuchen und würste in sich reinstopfen. allethalben das geräusch sich öffnender und schließender feuchter mäuler, kau-, schlürf- und schmatzgeräusche. in herden treiben sie dahin. "die saufen und fressen und kaufen dann so naive schnitzereien", beschwert sich der kater. bekloppt. wir gehen.

am abend dann die erfüllung eines lang gehegten vorhabens: wir gehen mal wieder schwimmen, und zwar in unsere stammtherme. beim packen der handtücher und schwimmsachen freuen wir uns schon tierisch vor auf die massagebrausen und die dampfbäder.
am eingang der therme dann die große enttäuschung: "im sommer schließen wir schon um 20 uhr. nur im winter geht der betrieb bis 22 uhr." hm. "gehen sie doch ins holthusenbad", rät der angestellte.
auja, denke ich, das wollte ich mir schon lange mal ansehen, das soll ja auch ganz toll sein. "die haben sogar ein außenbecken", schwärme ich dem kater vor, "das sieht man, wenn man hochbahn fährt!"
als wir dann im holthusenbad ankommen, kostet der spaß dort für 1,5 stunden fast soviel wie in unserer therme für den ganzen tag. allerdings scheint das angebot dafür auch breiter: zwar kein dampfbad, aber neben dem thermenbad noch ein wellenbad und das außenbecken. wir gehen erstmal ins wellenbead. dort sind lauter türkische kinder, die schreien. "hm", sagt der kater. "hm", sage ich, "das nervt ja." in unserer therme herrscht nämlich kinderverbot, daher sind wir ein wenig verwöhnt. wir gehen in die therme rüber. "wir wollten doch eh erstmal eine massage", sagt der kater.
die therme besteht aus zwei winzigen becken. wir suchen die massagedüsen. "da vorne sprudelt was", sagt der kater. doch als wir hinschwimmen, stellt sich das ganze mehr oder minder als atrappe heraus. wir sitzen wenig begeistert im wasser, das auch nicht besonders warm ist. "hm", sage ich. "hm, sagt der kater, "da gehen wir nicht nochmal hin."
ich versuche zu schwimmen. weil das thermenbecken aber nur 10 meter lang ist, fühle ich mich schnell wie ein eisbär im käfig. "ich geh ins außenbecken", sage ich zum kater. dort dann der schock: es ist unbeheizt. ich habe normalerweise kein problem mit kaltem wasser, aber da mich mein schmerzen zermürben, möchte ich eigentlich kein weiteren verspannungen riskieren. erst als die langeweile siegt, tauche ich ins eiskalte wasser. draußen fühle ich mich dann wie befreit. ich ziehe 10, 12 bahnen, der kater ist auch dabei, dann sind wir ausgefroren und müssen auch schon zu den umkleiden, weil unsere 90 minuten gleich um sind. "also hier stinkt es total", sagt der kater. "stimmt", sage ich. "was ist das bloß, kommt das vom klo? hat da wer ins becken gekackt?" ich schnuppere nochmal. "das riecht wie kinderkacke." "stimmt", sagt der kater und dann geht uns ein licht auf: es sind die windeln der vielen kleinkinder hier. lecker.

beim türkischen imbiss an der u-bahn holen wir uns trost und bier, der kater noch ein türkische pizza. weil meine haare nass sind, stülpt der kater mir seine wintermütze über. ich sehe aus wie schlumpf. die jugendlichen an der u-bahn grinsen.
und dann fahren wir nach hause - und nun ist der tag irgendwie auch schon wieder um.

und, was haben sie so getrieben?

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Mittwoch, 3. Juni 2009
und ach
schmerzen unter der achsel machen mich ganz wuschig. erkältung im anflug, eingeklemmter nerv oder doch schon brustkrebs? knoten kann ich keine tasten. die schmerzen halten nicht an, kehren aber immer wieder. hm.

seitdem ich kassenpatientin bin, ist der tod gefühlt ja schon viel näher. so eine vorsorgeuntersuchung beim gynäkologen dauert da nicht mehr einfühlsame 20 minuten, sondern 30 sekunden, in denen der arzt seine kalten hände unwirsch kurz auf bauch und busen klatscht und dann sagt, sie haben nix, tschüss.

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