Dienstag, 15. April 2008
flowerpower am elbstrand
kirschblütenfest, ein bisschen anders, ein bisschen später.







besonders kurios: der hasenlöffelzupfer. bestimmt ein emo-stein-block(er).

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dieses haus
dieses haus hat zwei mühlsteine, die meine brust zerquetschen.

zum thema gemeinheiten: wieviele davon kommen unbewusst, weil man so ein ungeficktes, halbtotes und nichtsdestotrotz unzufriedenes wesen ist, das nach nippes-gesetzen funktioniert; und wieviele spricht man bewusst aus, um jemanden möglichst tief zu verletzen und ihn dazu zu bewegen, nicht wieder zu kommen?

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Montag, 14. April 2008
a million billion meanings
it doesn't hurt me
you want to feel, how it feels?
you want to know, know that it doesn't hurt me?
you want to hear about the deal i'm making
you, you and me




für diejenigen, die es gerade brauchen.
für diejenigen, die ich liebe.
für den einen ganz besonderen.

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Sonntag, 13. April 2008
kallesruh is doad
heute ausnahmsweise fast einmal erleichert über eine absage gewesen. der job, der in karlsruhe gewesen wäre, wird nicht meiner. dafür ein paar neue hamburger interessenten. das heißt, ich bleibe hamburg erhalten bzw. der kater bleibt hamburg erhalten und ich bin dann ab mai/juni fest vor ort. das ist vom wohlfühlfaktor her für uns beide die beste lösung.

karlsruhe ist aber auch einfach zu hässlich. ich glaube, ich wäre da total eingegangen, obwohl ich ja aus meinem kleinen assokaff einiges gewohnt bin. aber wo provinzialität nicht asozial, sondern einfach nur borniert und spießbürgerlich daherkommt, kann sie dennoch ungeheuer anstrengend sein.
und dann die wohnungen. hamburger mietniveau (drei zimmer, 70qm, nicht unter 800 euro warm), aber ohne jegliches flair. man wähnt sich in einem schlecht sanierten dorf in ostdeutschland oder vergleichsweise am stadtrand vom erlangen.
keine u-bahn, aber straßenbahnen, die beim halten den kompletten verkehr lahmlegen.
lauter baustellen, grauer beton, berlin-ähnlich. die s-bahnen offenbar aus den 70er jahren, zumindest vom design her.

leben bedeutet mehr als arbeiten. leben, das bedeutet über der erde oder unter der erde. wir sind glücklich, wenigstens gefühlt endlich auf der richtigen rolltreppe zu stehen.
das glück vollkommen machen würde nun höchstens noch ein kleiner kater.

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wort zum samstag
das web die welt langweilt sich. gut, dass es china, tibet und dalai lama gibt. endlich wieder schön schwarz-weiß-malen und gutmenscheln gehen.
intellektuelle voraussetzungen: keine. in der masse aufgehen und schrei(b)en: "wir sind dagegen!" notfalls kann man da auch schnell einlenken und die phrase auf die fehlenden kinderkrippenplätze münzen, falls einem jemand schläge androht.
politische und soziale auswirkungen: keine. deine meinung ist nämlich so interessant wie ein versehentlich entwichener darmwind auf einem südostasiatischen nassreisfeld.

also alles fast so wie playstation zocken. theoretisch. bei playstation spielen gibts allerdings punkte.

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völlig unpolitisch unkorrekt
ich spiele rot-grün, der cabkater schwarz-gelb. die rede ist von mensch-ärgere-dich-nicht, und wie jedesmal gewinnt der cabkater mit gelb. während ich mehr taktiere und auf schmeißen bedacht bin, weil mein niederträchtiger charakter das so verlangt, würfelt der kater einfach eine sechs nach der anderen, während er gelangweilt an einem bier nuckelt. "och nee, schon wieder, ich bräuchte jetzt aber auch mal eine eins", seufzt er genervt.
ich habe schon das zweite bier aufgemacht, den frust irgendwie runterspülen, weil auch das kurz-vorm-loch-schmeißen bei soviel glück nicht mehr wirklich genugtuung verschafft, weil ich gnadenlos die loserin bin.
"das ist fast wie beim bloggen", finde ich. "da schreibt man komplexe einträge und keinen interessierts, und irgendein namhafter blogger sülzt was übers wetter, so in einem ein-satz-beitrag, und kriegt 95 kommentare von irgendwelchen schleimern."
bei anderen glücksspielen bin ich dem cabkater aber dennoch überlegen. soviel glück in der liebe wäre ja auch unerträglich.

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Donnerstag, 10. April 2008
literaturwissenschaftlerin goes marketing
die preisfrage heute: was ist der genaue unterschied zwischen ertrag und gewinn? bitte ohne wikipedia und in eigenen worten beispielreich erklären.

danke.

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Dienstag, 8. April 2008
state: nächtlich verbeschränkt
ein wenig geweidet, das, was größtenteils längst ausgeweidet.

nicht entweiht. nicht doch.

krüppelige kryptik.
der paule hat schon gewusst, wie er die ingeborg kriegt. darum müssen ihn noch einige beneiden.

vorhang, bitte.

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des irrsinns zweiter teil
da ich früh aufgewacht und gleich in entsprechender laune (rumpelstilzchen mit einem hauch todesdramatik) war, rief ich beim "normalen" arbeitsamt an und wollte sehen, ob mir eine fünfte person eine vierte variante zum thema bewerbungskostenerstattung darstellen konnte. und siehe da - heute war ein junger herr an der leitung, der mir erklärte, es laufe zwar so wie mir die frau am vortag erklärt hatte, allerdings sei ich akademikerin und müsse nach dem persönlichen anmelden und vor dem versenden der entsprechenden unterlagen noch zu einem privaten gespräch mit einer anderen agentur in die nächste stadt fahren. ich sagte, soso, und dachte, mal sehen, was davon nun wieder stimmt. jetzt erstmal step one: anmelden.

meinem chef, der mich wie jeden dienstag um neun uhr im büro erwartete, hatte ich gesagt, ich käme eventuell eine viertelstunde später. man weiß ja nie, was den arbeitsämtlern alles einfällt.
ausweis, lebenslauf und sozialdingensbumens eingepackt und los ging es. da der bus nicht kam - wie immer, wenn irgendetwas wichtiges und uhrzeittechnisch prekäres bei mir ansteht - nahm ich die beine in die hand und joggte dahin. zum glück ist das arbeitsamt nur vier bushaltestellen von meinem kargen heim entfernt und ich hätte mir schon den fuß brechen müssen, um das nicht irgendwie zu schaffen.
ich stürmte die agentur für arbeit um kurz nach acht, das heißt, mir blieben etwas über 30 minuten, bis ich weiter musste.
an der voranmeldung standen schon zwei tussis, von denen jede fünf minuten verbrauchte, dann war ich an der reihe und sagte mein sprüchlein auf und zeigte meinen ausweis. gottseidank war die tante diesmal jung und nett und gratulierte mir sogar zum geburtstag, mit der anmerkung, sie habe am wochenende selber den ihren gehabt. just als ich zu einem fröhlichen lachen ansetzen wollte, gefroren die gesichtszüge der tante und sie begann zu murmeln, "gibts doch nicht, was ist das denn nun?" - dann, zu mir gewandt: "das programm ist abgestürzt!" ich hielt das nicht für weiter schlimm, prophezeite sie mir doch, es ginge in ein paar minuten weiter. ich solle mich solange setzen.
auch nach ein paar minuten erkannte ich an ihrem hektischen fummeln, dass es durchaus nicht so einfach weitergehen würde. "notfalls müssen sie morgen nochmal wiederkommen", sagte sie schulterzuckend. "das geht nicht, ich habe da keine zeit und ich bin die ganze woche dann nicht da. und nächste woche ist es wahrscheinlich schon zu spät..." zu spät würde ich auch gleich ins büro kommen, jedoch nahm ich mir vor, nicht von diesem ort zu weichen, bis ich mein anliegen hinter mich gebracht haben würde. <emo-mode>ich würde mich in ketten werfen, ich würde schreien und weinen, mit meinen tränen den rauhen teppich fluten, und mit meinem herzblut, das mir aus den ob meines bitteren schicksals aufbrechenden pulsadern dringen würde, einen tödlichen kurzschluss auslösen, der alle daten des heutigen tages ins off zu befördern vermochte.</emo-mode>

exakt zur minute null meiner verbleibenden zeit winkte mir dann die kollegin der voranmeldungstante. "kommen sie mal her", sagte die, die sehr tolle blaue augen hatte und überhaupt sehr hübsch und vollkommen gelassen in dem ganzen trubel blieb, "wir machen das jetzt anders." sie bat mich um meine unterlagen, die sie kopieren ging. "also, ich bestätige ihnen, dass sie persönlich hier waren. ich habe jetzt ihre unterlagen, und sobald es heute nachmittag weiter geht, hören sie telefonisch von mir." "und was ist mit dem anderen gespräch, das ich da mit der akademiker-agentur führen soll?" "hm, das sagt mir nichts. wir nehmen sie jetzt hiermit auf, und sobald sie ein bewerbungsgespräch haben, sagen sie uns rechtzeitig bescheid, telefonisch oder persönlich, dann geben wir ihnen die papiere mit, die der arbeitgeber unterzeichnen muss." ich hatte es ja schon fast geahnt, dass die merkwürdige zusatzinformation von der akademiker-agentur wieder ein irrenwitz war. ich nickte zufrieden, dann begab ich mich zum ausgang. dort wartete schon eine art bodyguard, um zuspätkommer abzuwimmeln. ich schlüpfte unter seinen massiven oberarmen ins freie und rannte zur u-bahn. vor der rolltreppe fiel ich dann auf die nase - der verspätete versuch des schicksals, mir doch noch den fuß zu brechen - jedoch ich triumpfierte und hob mein schmerzendes kinn von den stufen.
obwohl mir die u-bahn - es muss ja so sein - genau vor der nase wegfuhr, kam ich nur zehn minuten später als angegeben ins büro, rechtzeitig, um meinen chef noch vor einem fatalen fehler in sachen länderkunde zu bewahren, der uns 30 euro überflüssige versandspesen gekostet hätte.
so weit, so gut. die nächsten bewerbungsgespräche dürfen also nun kommen.

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