Mittwoch, 25. Juni 2014
irre abendstimmung
wenn ich zur alster runtergehe, begegne ich manchmal meinem psychotherapeuten. er steht dann immer auf einem bein an den seeterrassen wie eine hypnotisierte ente und starrt entrückt lächelnd aufs wasser, als hätte er ordentlich einen gekifft.

und jedesmal frage ich mich, wer von uns beiden nun eigentlich nicht alle tassen im schrank hat.

überhaupt, all die irrenärzte.
das objekt erzählte mir einst von seiner stationsleitung, die, wenn sie nachtschicht hat, gerne rüber ins nebengebäude schleicht, in die fixierräume, wo sie dann fixier-sexspiele mit kollegen macht. (und fragen sie mich nun bitte nicht, woher das objekt das weiß, denn das möchte ICH nicht wissen.)

jedem das seine. aber man darf denen, die die offiziell-irre-stempel verteilen, nicht alles glauben. echt nicht.

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milchmädchenrechnungen
jetzt gibts doch kein wohngeld. weil ich ein arbeitszimmer hab. ich dreh noch durch. hatte schon alle rechnungen mit +160 € gemacht.

selbstständigkeit ist echt das letzte.

vor zwei wochen habe ich dann auch noch so ein superjobangebot erhalten. für 12 € / stunde texten. als freie natürlich. ich hab dem dödel dann mal vorgerechnet: wenn ich monatlich 160 stunden für 12 euro arbeiten würde, hätte ich brutto 1920 €. abzüglich steuern sind das etwa 1400-1500 €, abzüglich der mindestversicherungen für selbstständige rund 1000 € netto. hab ich den typ gefragt: "hand aufs herz, würden sie als akademikerin mit sechs jahren berufserfahrung dafür morgens aufstehen?" musste er verneinen und war dann auch ein wenig beschämt. allerdings wollte er auch kein neues angebot in den raum werfen. geiz ist für die meisten immer noch geil. und wenns um texten geht, reicht vielen auch, wenn sie das einer hartzenden hausmutti als eineuro-job an die backe drücken, die dann copypaste was aus dem netz zieht und dem ganzen ihre individuellen rechtschreibfehler verleiht.

den erhofften job in berlin kann ich ebenfalls knicken. gefühlte antipathie auf beiden seiten trotz hervorragender übereinstimmung zwischen anforderungsprofil und persönlicher qualifikation.

also pest und cholera, wie immer. nicht als auswahl, sondern als komplettpaket.

meine urlaubsvorfreude, die ich nach den zerschmetternden objektnews mühselig wieder aufgebaut hatte, schwindet. alles fühlt sich schon wieder nur noch müde an und sinnlos.

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Montag, 23. Juni 2014
[hamburg, berlin und umgebung]
ab dem 4. juli mache ich mich auf den weg, freunde und blogger besuchen. geplant ist die nördliche hemisphäre, aber auch so ein abstecher richtung düsseldorf sollte drin sein, bevor es schließlich richtung alte heimat frankenlande geht.

wer zeit und einen platz auf der couch hat, kann mir gerne schreiben (emily-button links) und was verabreden. ich seh dann, was möglich ist. autogrammstunden sind nicht eingeplant, denn blogs kann man so schlecht signieren. aber sie können mir einen kaffee spendieren und später ihren enkeln erzählen: "damals... ich kannte sie! sie hat auf UNSERER couch geschlafen... auf diesem kissen da!" und einen kleinen morphine-blogger-heiligenschrein für mich aufstellen.
oder so ähnlich. oder ganz anders.

don´t be shy.

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Sonntag, 22. Juni 2014
lästerschwester
clubbing mit der krankenschwester. nach meinem beschluss des weggangs intensiviert sich unsere freundschaft bizarrerweise und die krankenschwester versucht, mich zum bleiben zu überreden - als einzige, wohlgemerkt.
"aber das wär halt mal endlich ein halbwegs guter job", sage ich.
"ich finde das trotzdem schade."
"ich will aber auch mal vom objekt wegkommen. siehst ja, was passiert, wenn uns nur sechs oder sieben kilometer trennen. ficken nach dem dienstplan seiner ische."
"naja, damit haste sicherlich recht. wobei ich mich immer noch frage, was der an der findet. da gibts ja echt hübschere und klügere."

als hätte sie damit das stichwort gegeben, taucht aus dem hintergrund die gespielin auf - an diesem abend objektlos, weil das objekt noch bis dienstag durcharbeitet.
"ey, das isse doch!" sagt die krankenschwester.
"hmpf", sage ich.
"die ist ganz schön dick geworden", sagt die krankenschwester.
ha! welch genugtuung. bestätigung von weiblicher seite.
"ja, ne? ich finde die inzwischen ganz schön moppelig."
"und dann trinkt die auch noch hefeweizen. das ist doch ne hauptmahlzeit. wenn ich denke, wie ich mich seit meiner schwangerschaft schinde, um mein gewicht zu halten... aber jetzt weiß ich wieder: es lohnt sich."
"du bist aber auch voll dünn", sage ich der krankenschwester.
die kichert:
"ist heute aber auch n bauchweg-höschen."
"du kannst es ja mal der gespielin leihen. dann haste gleich ne neue freundin, wenn ich weg bin."
"boah, bist du ne fiese nudel!"
"ach, lass mir doch das vergnügen!"
"ich denke, du willst der gespielin das große geständnis machen? dann solltest DU dich vielleicht lieber mit ihr befreunden."
ich grüble.
"hm, da magst du recht haben. ich fand die ja ursprünglich mal ganz okay. aber das ist so eine... die macht sich so ungefragt breit..."
"geht wohl kaum anders mit dem arsch", sagt die krankenschwester trocken, und ich muss schon wieder lachen:
"jetzt bist du aber fies!"
"ja, und ich brauch dich, mit wem soll ich denn sonst über die ganzen hässlichen gestalten hier lästern?"
ich folge meinem spontanen impuls und drücke der krankenschwester einen kuss auf die wange.

dann stehe ich an der bar und unterhalte mich mit dem architekten, als die gepielin sich neben mich stellt und ein weiteres bier ordert. ich fasse mir ein herz, zaubere ein warmherziges lächeln auf mein gesicht sage freundlich "hallo". ich bekomme ein nicht weniger freundliches "hallo" zurück. die gespielin nimmt ihr bier entgegen. ich überlege angestrengt, ob und was ich noch sagen könnte, aber dann dreht sich die gespielin schon weg und strebt wieder richtung tanzfläche.

ich sehe mich nach der krankenschwester um. sie steht mit einem schwuckigen typen zusammen und unterhält sich. als der typ die biege macht, schleiche ich mich ran und haue der krankenschwester auf den hintern.
"sag mal... du hast aber auch nen merkwürdigen männergeschmack. der war doch hundertpro vom anderen ufer."
"das ist der b.", sagt die krankenschwester ganz locker. "den kenn ich vom job, der ist auch krankenpfleger in a."
"achso."
"und er kennt das objekt sehr gut."
jetzt bin ich ganz ohr.
"echt? aber das objekt arbeitet doch schon ewig nicht mehr im krankenhaus a."
"doch, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir vom gleichen objekt sprachen. er meinte jedenfalls, ach der, der hat damals die ganze station gefickt, egal ob männlein oder weiblein."
ich kichere:
"ja, das klingt sehr nach objekt."
die krankenschwester schaut streng.
"weißt du, warum das objekt da nicht mehr arbeitet?"
ich zucke die schultern.
"weil es da, wo es jetzt ist, den besseren job hat?"
"nee. der b. sagt, das objekt hätte damals ein ganz schweres burnout gehabt."
ich staune mit offenem mund.
"das wusstest du nicht, hm", fragt die krankenschwester.
"also dass er ein drogenproblem und auch sonst nicht alle tassen im schrank hat, war mir schon klar. aber das hat es mir nie erzählt."
die krankenschwester fixiert mich.
"jetzt verstehst du vielleicht auch, warum ihr euch so ähnlich seid. ihr seid wohl beide menschen, die dem kaum gerecht werden können, was ihnen das leben so zuträgt."

ich muss mich erstmal setzen. die krankenschwester pflanzt sich neben mich, nimmt mich mütterlich in den arm und reicht mir eine kippe.
"du fragst dich jetzt bestimmt, warum er dir das nicht erzählt hat."
"ich denke mal, dass er das niemandem erzählt, weil das nicht in sein weltbild vom großen starken objekt passt. ich habe ja auch erst nach vier jahren die story seiner kindheit erfahren. nein, ich bin nur einfach so geplättet."
"weißt du, ob der mal ne therapie gemacht hat?"
"nee, glaub nicht."
"das würde ja auch erklären, warum er sich immer noch so verheddert und angst vor dem hat, was eigentlich genau das richtige wäre."
ich schaue groß:
"wie meinst du das?"
"na du. du wärst das richtige für ihn."
"der will aber lieber jemand, der anders ist. so ein robuster mensch wie die gespielin."
die krankenschwester schüttelt den kopf:
"der belügt sich, und irgendwann bereut er es. aber darauf solltest du nicht warten."
ich nicke:
"nein, da hast du sicher recht."
die krankenschwester lässt mich noch ein bisschen sitzen und verarbeiten, dann zieht sich mich richtung tanzfläche.

some people suppress you
they partch you and reap a disaster
re-education for the infants
who demanded for an innocent instance
the great commandment shows the contempt
between the world and their embarrassing pavement
believe the scholars, read the readings
realize the man who says anything
the great commandment
the needies believe you
they treat you like survivors of a disaster
re-education for the infants
who demanded for an innocent instance


zum ersten mal verstehe ich ganz tief, was dieser song ausdrückt und bin dankbar, zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein.
später gehe ich mit der krankenschwester durch den regen bis zum bahnhof, wir werden nass bis auf die knochen, und ich kann nicht sagen, was mich trägt, aber vielleicht ist es eine art zaghafter glaube, dass alles gut ist und gut werden wird, wieauchimmer woauchimmer.


Camouflage "The great commandment" maxi version von chris591972

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Samstag, 21. Juni 2014
heißkalte seelen
das objekt ist einfach da. als ich aus der drogerie komme, sitzt es auf den stufen vor dem haus und raucht.
ich bleibe wortlos stehen und starre.
"ich hatte zwischendienst und dachte, ich komm mal rum", sagt es anstatt einer begrüßung.
ich sage nichts.
"schlechte idee?" fragt es, steht auf und nähert sich.
ich schiebe mich an der umarmung vorbei und den schlüssel ins schloss. das objekt drückt sich hinter mir ins haus und steigt dann schweigend mit mir treppen.

"was willst du hier", frage ich, als ich in die wohnung schlüpfe und die hand an der tür habe, während das objekt noch draußen steht.
"mich entschuldigen", sagt es schnell.
ich ziehe die augenbrauen hoch.
"ehrlich, es tut mir leid", sagt es.
"was tut dir leid?"
"alles. ich bin manchmal so... ich hatt den kopf voll."

ich weiß, dass widerstand zwecklos ist und winke das objekt in die wohnung. die katzen schmiegen sich begeistert um seine beine. schlampen, denke ich, kleine dumme schlampen, die genau wie ich immer wieder auf diese pheromone reinfallen. der kleine springt ihm auch gleich auf den schoß, kaum dass es sitzt, rollt sich auf den rücken und lässt sich willig den bauch kraulen.

"ich hab essen mitgebracht", sagt das objekt und zieht eine tüte aus der tasche. "so als klitzekleine wiedergutmachung."
"ich bin nicht hungrig", sage ich.
der große kater hält zu mir und kommt auf meinen schoß. verstärkung. das tut gut. und abstand zugleich, denn mit dem dicken als puffer kann mich das objekt nicht berühren.

"du warst total kalt und eklig zu mir", sage ich. "wenn du den kopf voll hast, dann sagst du mir das gefälligt und ziehst nicht so eine show ab. ich hab sehr wohl gemerkt, dass deine alte im hintergrund war. hast dir wohl gedacht, du beweist ihr mal, wie wenig wichtig ich bin. dass ich nur die kleine kranke nutte bin und du der große souverän bist?!"
das klingt verletzter als ich es sagen wollte.
"ich habs bereut", sagt das objekt.
"schön", sage ich. "und jetzt teilst du mir das mit und möchtest gerne deine absolution."
"ja", grinst das objekt frech, aber mein herz macht keinen hüpfer angesichts dieser kleinen charme-offensive, sondern bleibt verschlossen.

"kannste dir sparen", sage ich. "ich bin sowieso bald weg und dann seh ich dich nie wieder."
dem objekt bleibt der mund offen stehen.
"du willst dir das leben nehmen", sagt es schockiert.
ich muss nun doch lachen.
"nee, ich werde einfach nur hier wegziehen."
so viel erleichterung steht dem objekt ins gesicht geschrieben, dass ich fast ein wenig lächeln muss.
"gottseidank", sagt es, um sich dann zu korrigieren, "also ich meine, natürlich nicht gottseidank dass du wegziehst, sondern dass du dich nicht umbringen willst."
vorsicht ist die mutter der porzellantruhe.
"ich hab vielleicht ne stelle. also eigentlich zwei und ich hoffe, dass eine klappt."
"das ist doch großartig. ich hoffe, nicht wieder agentur?"
"nein. nie wieder agentur."
"und wohin zieht du dann?"+
"weit genug weg", erwidere ich knapp.

das objekt ist sichtlich verwirrt und braucht zeit, um die informationen zu verarbeiten. es geht in meine küche und beginnt, das mitgebrachte essen aufzuwärmen. als der duft von fisch durch die wohnung zieht, merke ich widerwillig, dass ich appetit bekomme.
"was ist das gelbe?" frage ich und schaue dem objekt über die schulter.
"rate mal."
"boah, nee. keine spielchen."
"ich geb dir nen tipp. das ist das teuerste gewürz der welt."
"safran."
das objekt schaut mich ertaunt an:
"woher weißt du das?"
"allgemeinbildung."
das objekt rührt im topf und hält mir dann eine gabel reis hin.
"probier mal."
ich puste vorsichtig, dann koste ich. es schmeckt köstlich. ich nicke zustimmend.
"gut."

dann sitzen wir auf dem boden und essen.
das objekt beobachtet jede geste und lauert sichtlich auf meine erweichung. nach dem essen spült es ab und kommt dann wieder mit einem joint ins zimmer.
"nachdem du mir heute sicher keinen blasen willst, hab ich mal den da mitgebracht."
"zermürbungsstrategie, was?"
die ersten züge reißen mir förmlich den boden unter den füßen weg. mein kopf füllt sich mit watte und mein herz klopft unregelmäßg und schnell.
"ganz schön stark."
"dope aus amsterdam."
"boah, das zeug geht ja gar nicht."

das objekt zieht sich das mörderdope rein und meint dann selig:
"also von mir aus kann dieser abend noch ganz lange dauern."
ich bin stoned und weiß überhaupt nicht mehr, was ich sagen soll. in mir breitet sich ein kleiner fleck aus, als hätte man wasser ausgekippt. ein kleiner fleck trügerischer geborgenheit.
"möchtest du mir vielleicht noch was zu dem sagen, was ich dir gesagt habe?" frage ich irgendwann.
"ja", sagt das objekt. "aber nicht heute."
"na toll", sage ich sauer.
"morphine, wenn ich dir jetzt was sage, kommt lauter quatsch raus. ich muss dafür zugang zu mir haben, und der fehlt mir gerade."
"wieso fehlt der dir?"
"weil ich nie alleine bin. ich hänge gerade den zehnten tag in folge auf station und krieg derzeit enorm gegenfeuer von 13 extrem schwierigen patientinnen. dann komm ich nach hause und die gespielin wartet schon und will dies und das von mir, und mein sohn ist die ganze woche bei mir, weil er sich zuhause bei mama langweilt und lieber bei mir ist, und jeder zerrt an mir und ich hab den totalen overload."
"das haste dir ja so ausgesucht. dafür musste mich nicht ankacken."
"morphine, du sagst manchmal, du seist so schwierig, dass das ja keiner aushalten kann. und verdammt, manchmal bist du es wirklich, und ich gebe mein bestes, weil ich dich mag, aber es gibt momente, da fehlt es mir an allem und ich kann nichts geben, absolut nichts, und du bist so bedürftig."
"dann versprich aber doch bitte nichts, was du eh nicht halten willst."
das objekt seufzt schwer.
"du machst es mir nicht leicht."
"hab ich auch nicht behauptet."
für einen moment schauen wir uns an und müssen lächeln. dann spüre ich, wie ich traurig werde. da sitzt das objekt und trägt ein weißes t-shirt, das sich über die breite brust spannt, die oberarme sind voller sommersprossen, von denen ich jede zu kennen glaube, und die grünen augen fixieren mich aufmerksam - alles zum greifen nahe und doch unendlich weit weg.

"was ist mit dir?" fragt das objekt sanft.
"ich bin traurig", sage ich. "ich nehme gerade abschied von dir."
das objekt seufzt wieder tief.
"komm doch mal her."
es steht auf und breitet die arme aus. ich krieche zögerlich hinein.
"gott, bist du angespannt", sagt das objekt.
es drückt mich fest an sich und wiegt mich.
ich unterdrücke ein paar tränchen und ziehe die nase hoch.

dann setzen wir uns wieder.
"musst du nicht nach hause?" frage ich, "deine alte wartet doch sicherlich schon sehnsüchtig auf dich."
das objekt schüttelt den kopf.
"ich geh aber, wenn du willst."
"das ist jetzt sowieso schon egal, ich müsste längst im bett sein."
"ich würde gerne noch ein halbes stündchen bleiben. wenn das geht."
"in ordnung."

das objekt krabbelt zu mir in den sessel und schmiegt sich an wie ein kätzchen.
"ich könnte dich ja besuchen, wenn du weg bist."
ich schnaube verächtlich.
"hm, genau so wie den dritten. die wohnen jetzt schon das zweite jahr in hannover und du warst immer noch nicht da, obwohl du es dem dritten hoch und heiig versprochen hast."
"das ist doch auch was anderes."
"stimmt. der hat ne freundin und es findet deswegen kein fickvergnügen statt."
da hält das objekt endlich die klappe und dreht noch einen joint.

"was hast du eigentlich gedacht, als wir uns kennen gelernt haben?" fragt es mich dann.
"warum willst du das wissen?"
"naja, ich wirke ja auf viele frauen so machohaft und das würde mich mal interessieren, wie dein erster eindruck war."
ich grüble nach.
"unsicher. wie ein schulkind an der tafel."
das objekt schaut mich an.
"du hattest schon damals einen guten blick."
"ich glaube nicht, dass nur ich das so sehe."

ehe wir uns versehen, ist es vier uhr nachts.
"jetzt aber raus mit dir", sage ich rigoros.
ds objekt erhebt sich schwerfällig.
"gut, dass ich morgen spätdienst habe."
"ich nicht."
"wann musst du raus?"
"in drei stunden."
"ich denk an dich."
"lügner."
das objekt schmunzelt.
"ich weiß, dass ich den letzten eindruck nicht mehr revidieren kann."
dann gibt es mir aus heiterem himmel einen kuss, dreht sich schnell um und eilt die treppe hinuntern.

ich falle in mein bett. als der wecker klingelt, erwache ich mit einem schlimmen kiffkater und dem gefühl, als hätte jemand meine welt in die waschmaschine gesteckt und auf schleudergang gedrückt.

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Donnerstag, 19. Juni 2014
stellenwert-test
nachdem mein nachbar wieder da ist, ist auch wieder schnee im haus. gleich frech eine line geschnorrt und dann die idee gehabt, diese information doch einfach mal an das objekt weiterzuleiten.

und surprise, surprise: keine stunde später kam der anruf. ich bin nicht rangegangen. eine viertelstunde später der zweite. ich wieder nicht rangegangen. später eine sms geschrieben: "sorry, ist jetzt doch schon alle." objekt so zurückgeschrieben: "ich könnte ja morgen vielleicht mal vorbeikommen." ich nicht geantwortet. zweite objektnachricht: "ich wollte ja auch noch mal mit dir sprechen."

muhahaha.
opportunistenschwein.
es kann gern vorbeikommen. ich werde nicht aufmachen.

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