Sonntag, 13. Juni 2010
wanker´s march
wenn mir gleich noch so ein dreckspisser mit seiner verschissenen tröte begegnet, dann hau ich dem aufs maul und schlag ihn sozusagen kukidentreif.

ich meine, was SOLL das denn? die wm war bisher doch echt scheißlangweilig. da gibts einfach nichts zu tröten. ein maulswurfspups wäre eine wesentlich adäquatere begeisterungsgeräuschkulisse.

wecken sie mich, falls ich nachher was revidieren muss.

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ähem, okay, wir revidieren: das spiel eben war spitzenmäßig und eine echte augenweide. der ganze stadtteil ist komplett aus dem häuschen. was ein spaß!

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p.(m.)s./o.t.: warum wird minze im kühlschrank eigentlich sofort welk? und wie stell ich das ab? muss ich die etwa in die vase stecken? oder einfach nur schneller trinken?

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p.p.m.s.: soundtrack for my o.o.d.

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durchschuss
die rückkehr der lebenden toten. mittelmäßige party. aber fad gadget haben sie gespielt. gary numan und kate bush. ich bin versöhnt. mit so wenig.

das objekt der begierde knapp verpasst. wär schon schön, wenn einer einfach mal das telefon benutzen würde. aber meine statistik besagt: wenn einer in der ersten woche nicht anruft, tut er es nie. dann ist er entweder ein arschloch oder ein gestörtes arschloch. oder, wie in meinem fall, ein unwiderstehliches, wohlriechendes, sexy-sinnliches gestörtes arschloch. ja sorry. isnumaso.

nichtsdestoweniger enorm spaß gehabt.

"du bist also auch so eine mit vier dimensionen im kopf."
der mann, der mich massiv anflirtet, ist eigentlich schwul, wie er behauptet. und extrem betrunken. und extrem kuschlig. aber er will mich un-be-dingt wiedersehen.

versteh das mal einer noch. vor allem nach all den mojitos und dem bier.

die sonne scheint schon ein bisschen, ohne, dass mein kopf das kissen berührt hätte. schlaf ist fehlanzeige. weniger als vier stunden schlaf können einen auf dauer in den wahnsinn treiben. aber vermutlich strebe ich genau das an.

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Mittwoch, 9. Juni 2010
so denken, die tage
mit dem rücken zur wand stehen wäre schön. man könnte sich dann wenigstens kurz anlehnen. aber dies scheint ein abgrund zu sein. er hat unglaubliche längen, von den tiefen ganz zu schweigen. denn tiefen kann man ertragen, wenn sich enden abzeichnen. hier kann man aber nicht bis ans ende schauen.

ich bin ratlos. zum ersten mal in meinem leben gerate ich an die grenzen meiner vorstellung davon, was kommen könnte. und eigentlich will ich mir auch gar nichts mehr vorstellen. weil mir jeden tag beim aufstehen davor graut, was in den nächsten stunden kommen wird.

ich bin tatsächlich sehkrank. mein blickfeld mutiert zu einem expandierenden blinden fleck. wahrnehmung und gedanken trennen, das ist mein ständiges mantra. die blickrichtung ändern, mit aller gewalt. hat bisher immer funktioniert. aber langsam bin ich mir nicht mehr so sicher, was ich wahrnehme und was ich denke. setzt zuversicht nicht voraus, dass man noch irgendetwas sehen kann? etwas, was tatsächlich da ist? und dass man das, was da ist, auch als wirklich wahrnimmmt? (und die frage wiederholt sich: ist nun wirklich nichts da oder sehe ich es nur nicht?)

es ist ein bisschen beängstigend. man atmet automatisch schnell und flacher. und doch ist es undramatisch, irgendwie stumpf, staubtrocken. nicht eine einzige träne quetscht sich über den rand des lides. nicht mal beim zwiebelschälen.

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Montag, 7. Juni 2010
odyssey europa II and III are out now
kirlian camera geben tanzbaren stoff für lange nächte. ick freu mir wie die eiskönigin!!



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Sonntag, 6. Juni 2010
der mann, das geheimnisvolle wesen
viele männer, die ich kennen lerne, leiden unter starken minderwertigkeitsgefühlen. sie neigen deshalb dazu, in der phase des kennenlernens und bandeknüpfens eine künstliche mystische aura um sich herum zu erzeugen. sie kennen das vielleicht aus der magisch-numinosen welt der kinder, die einem erzählen, sie hätten ein ufo landen sehen, um aufmerksamkeit zu erheischen. das problem ist nur, dass die betreffenden leider schon jenseits der 30 sind. und während frau bei einem vor fantasie sprudelnden kind lächelt, möchte sie dem typ einfach nur gepflegt die vorderzähne einschlagen.

es gibt unterschiedliche strategien, mit denen männer versuchen, geheimnisvoll und interessant zu wirken.

1. die platte lüge. vor zwei wochen im club erzählte mir jemand, er sei musiker und pianist und habe auch schon dieses und jenes lied komponiert. leider verfüge ich über eine solide klavier-ausbildung habe und erwischte ihn eiskalt bei quinten und terzen. zwei stunden später stand er bei einer anderen frau, der er das gleiche erzählte. an ihrem debilen grinsen konnte ich festmachen, dass sie selbst keine musikalische früherziehung genossen hat.

2. die beschönigung.
"ich bin im verkauf tätig" -> "ich sitze bei aldi an der kasse."
"ich bin stolzer vater." -> "ich habe der alten ein balg angehängt, bin dann abgehauen und sehe mein kind seitdem zweimal im jahr."
"ich bin mitte 30." -> "ich werde morgen 40."
"ich bin musiker." -> "ich habe musiksoftware auf meinem pc installiert."
"ich bin künstler." -> "ich habe eine digicam und photoshop."
"ich bin total sportbegeistert." -> "ich hänge täglich vor der glotze und gucke fußball."

3. undurchschaubarkeit durch herumeiern.
"ich hätte dich ja theoretisch angerufen, aber ich KONNTE einfach irgendwie nicht." -> "ich hatte jeden abend eine andere ische in der kiste, die meine eier entsaftet hat."
"ich glaube, viele frauen haben angst vor mir." -> "bitte erzähl mir, wie unheimlich cool ich bin."
"planung erzeugt immer so eine erwartungshaltung. ich fände es viel romantischer, wenn wir uns zufällig wieder begegen würden." -> "ich habe zu viel zeit und ein problem mit verbindlichkeiten. die tatsache, dass wir in einer 1,7-mio-einwohner-stadt leben, macht die wahrscheinlichkeit eines zufälligen wiedersehens gerade so erträglich."
"lass uns zu dir gehen. ich würde dich ja gern mit zu mir nehmen, aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an." -> "meine wohnung ist ein saustall und kleenex ist auch alle."/"meine alte und die blagen sind zuhause."
"ich muss auch mal meine dunkle seite ausleben." -> "ich bin ein totaler langweiler und habe nur diese eine seite, deshalb komme ich auch sonst nicht klar im leben."
"ich kann dir jetzt nicht sagen, ob ich frei bin." -> "ich habe eine olle zuhause und bin am überlegen, ob sie mit dir betrüge."

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Samstag, 5. Juni 2010
still still
die verzweifelte situation und das ständige suchen bewirken, dass man irgendwann gar nicht mehr sieht, in was für einem hamsterrad man sich bewegt. man rupft am gordischen knoten herum wie ein krankes huhn. je nach perspektive hat er eine größe von einem fußball oder einem hochhaus. die welt schwankt. die stadt ist in einer stunde heimat, in der anderen zwangsexil. man hört auf, seinen eigenen sinnen zu trauen. der spiegel wird zum feind. alice im horrorland. es ist jederzeit alles möglich, nur geht es nie gut aus. die eisen im feuer sind zahlreich, doch haben sie leider allesamt den schmelzpunkt von speiseeis.

ich wünsche mir nur eine sache oder eine person, bei der meine rasenden gedanken einmal kurz zum stillstand kommen. nur eine atempause, um den fokus neu zu finden. bitte.

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