Samstag, 28. März 2009
mehdorn, geh doch!
mehdorn ist sowas wie eine abgehalfterte hure, die sich an ihre brustimplantate klammert und trotzig auf der straße ihre cellulitis präsentiert.

jeder hat seine zeit im leben. deine ist vorbei, mein lieber. genaugenommen hätte sie niemals kommen dürfen. aber dafür ist jetzt sowieso zu spät. machen wir das beste draus: vergessen wir dich sehr schnell.

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Mittwoch, 25. März 2009
5 a.m. in the morning
seit um 5 bin ich wach. kriege die arbeit nicht mehr aus dem kopf. nach einem weiteren schlimmen tag scheint es mir heute fast unmöglich, gleich in die ubahn zu steigen.
die frau macht mich einfach fertig. ich bin für jeden scheiß verantwortlich, ob ich nun was für kann oder nicht. es ist so demütigend. merke, wie ich den kopf nicht mehr aufrecht trage. das muss ein ende haben.

sorry fürs jammern. bin ja schon still.

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Montag, 23. März 2009
gewitterwolken
angebrüllt und niedergemacht.
wieder die gewissheit: nicht bleiben wollen.

vielleicht bin ich doch im falschen job. würde auch die berufsmüdigkeit nach einem halben jahr erklären.
vielleicht aber, so hoffe ich, bin ich auch nur im falschen betrieb. der schrille umgangston und die ständig schwankende laune der vorgesetzten hier machen mir kopfschmerzen. muss man immer gleich brüllen und türen schmeißen? ich weiß ja, dass ich fehler mache. und dass mir vieles einfach wurscht ist, mit zunehmender nicht-unternehmensidentifizierung sowieso. aber konstruktive kritik ist einfach was wert. und so ein volo hat ja auch was mit lernen zu tun. hier sieht lernen so aus: man bekommt volle verantwortung für ein projekt übertragen und äußerst lückenhafte, aber dafür um so strengere vorschriften, die auch mal widersprüchlich ausfallen können (je nach laune eben). dann macht man (nach gesundem menschenverstand) und hat entweder erfolg oder nicht und kriegt anschiss. der anschiss betrifft dann nicht das kernproblem, sondern wird global ausgebrüllt. dann kann es schon ein fehler sein, nur das fenster zu öffnen.
manchmal glaube ich echt, ich bin im irrenhaus gelandet.

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Samstag, 21. März 2009
peinlich
wie manche menschen im bereits sehr fortgeschrittenen immer noch einen unglamourösen zufall mit einer eigenen erungenschaft verwechseln und sich in öffentlicher proklamation pseudobescheiden feiern.

nicht unbedingt eine heinz-erhardt-natur, der zeit seines lebens unter lampenfieber litt. obwohl ja beide damit zu tun hatten, dass sie sich da an einem gewissen punkt charakterlich nicht weiterentwickelten. heinz erhardt konnte nur nichts dafür. das machte ihn authentisch. authentisch bescheiden.
und dies unterscheidet den künstler von dem, der es gerne wäre, den aber seine eitelkeit daran hindert zu erkennen, dass er vor allem eins ist: mensch. und zu sehen, dass die essenzielle aufgabe des menschseins darin liegt zu lernen. die kleine evolution von geburt bis tod.

manche bleiben auf ewig einzeller. man erkennt sie daran, dass sie sich niemals wirklich teilen können.
armselig.
alles, was ihnen bleibt, ist ihr spiegelbild. im job, im blog. dem wirklichen gegenüber jedoch bleiben sie fragment. dünn, unverbindlich, oberflächlich: bleistift auf papier, ein buchstabe im www.

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Donnerstag, 19. März 2009
sekt statt selters
der bürohauptmieter, von beruf finanzhai, hat heute einen vertrag unterzeichnet, der ihn vermutlich davor rettet, diese räumlichkeiten räumen zu müssen.
für mich fiel deshalb eben ein klammheimliches (da chefin abwesend) glas sekt ab. das fand ich nett, spüle ich doch immer seine tassen freundlichkeitshalber mit ab. man muss sich schließlich die türen offen halten. wenn der noch ein paar verträge schließt, heuert er mich vielleicht an. dann gibts öfter mal sekt. wär ja auch schon was.

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