Sonntag, 15. Februar 2009
wenn die wirtschaft schwankt, macht die familie konfitüre
die blonde ursel ist stolz auf deutschland. nicht jede frau macht zwar einen auf magda göbbels, aber die geburtenrate steigt. schön. freuen wir uns. wirklich?

denn man fragt sich: ist das nun der neue glaube der jungen paare an ein land, das den sozialstaat längst wegrationalisiert hat, aber abwrackprämien einführt? oder die hübsche du-bist-deutschland-werbeeinblendung im abendfernsehen, die uns erfolgreich manipuliert? oder gar die zunehmende diskriminierung kinderloser arbeitnehmer und deren ängste?

und dann denkt man vielleicht mal nach: wann schnellen geburtenraten in der regel in die höhe? schenkt man dem statistischen bundesamt glauben, geschieht dies immer in zeiten nach krieg und krisen - als "nachholeffekt" in reaktion auf die krise. auch nach den anschlägen vom 11. september hatte die usa bekanntlich einen anstieg der geburten zu verzeichnen. das sollte einem erstmal zu denken geben. mehr kinder gibt es außerdem durch zunehmende zwillingsgeburten - und dies ist eine folge erhöhter schadstoffkonzentration in der luft.
die krise muss dringend in den griff gekriegt werden. denn: machen noch mehr unternehmen pleite, werden die schadstoffausstöße sinken. und dann? weniger zwillinge, weniger kinder. das ende für ursel?

dann lasst uns mal rankloppen. morgen wieder.

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Samstag, 14. Februar 2009
lieblingsaromen
beim aufstehen nach dem morgensex schnüffelt die affaire an ihren achseln:
"ich rieche irgendwie ein bisschen schweißig!"
"echt? dann nimm doch deo."
"nee, das muss so sein. das ist männlich-animalisch!"
"wenn du meinst. dank der tatsache, dass ich noch keine zähne geputzt hatte, habe ich vorhin nur meinen eigenen mundgeruch wahrgenommen."

zähne geputzt habe ich dann aber trotzdem. denn mundgeruch finde ich nicht besonders weiblich.

achja. so rein stilistisch könnte ich fast die neue charli roche werden.

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Sonntag, 8. Februar 2009
falscher film
ich stehe in einem raum mit anderen menschen, halte ein baby im arm. ich bin halb nackt und lege das kind an meine brust. es fühlt sich fremd und falsch an, aber es ist wohl mein eigenes kind. das kann ich ja nicht verhungern lassen.

aufgewacht. maximale verwirrung.

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Donnerstag, 5. Februar 2009
40,3 grad richtung furzkissen
40,3 wochenstunden arbeitet der durchschnittsdeutsche. die zahl sei so hoch wie seit 20 jahren nicht mehr.
das erzählte der fuzzi von der tagesschau heute. stellenabbau und so seien schuld.
could be. wir haben ja eine scheißangst, selbst einen schikane-ausbeuter-job zu verlieren.
was ich mich frage: zählten da hartz-IV-empfänger auch dazu? und leute, die mit ihren weißen ärschen faul auf ihren erbe sitzen und sich vermieter etc. schimpfen?
egal. ich würde bitte gerne durchschnittsdeutsche werden. denn im bundesdeutschen vergleich habe ich immer noch verdammt ausgeschissen. ich will also weniger arbeiten und mehr verdienen.
aber immerhin, mit meinem nettoverdienst kratze ich schon aufwärts an der armutsgrenze. und heute war ich richtig stolz, als ich bei einer umfrage nicht das unterste feld der einkommensgruppe ankreuzen musste. die lag bei 751€. da bin ich knapp drüber. manchmal bin ich ganz sprachlos ob meiner entwicklung. bald bin ich eine reiche bonzin, kaufe mir ein auto und ein haus am see. und fange an, mir was auf meine materiellen anhäufungen einzubilden und andere leute nach markenbabberln auf kleidungsstücken zu beurteilen wie die yuppi-muttis der hamburger schickeria. bäh. dann bleib ich lieber arm.

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Mittwoch, 4. Februar 2009
noch mal eine lustige anekdote aus dem arbeitsleben
heute hatte ich mal wieder keine mittagspause. das machte mir nicht so viel aus, wusste ich doch, ich würde pünktlich aus dem büro weg kommen. der typ, der meine waschmaschine reparieren soll, wollte heute um 18.30 kommen. theoretisch wäre er schon gestern gekommen, aber ich musste ihm wegen überstunden absagen. also kündigte ich an, ich müsse heute mal pünktlich gehen. soweit, so gut.
der kollegin und die chefin waren heute ab mittag auf dem großen event. ich saß im büro und hielt die stellung. es gibt ja nichts schöneres und man lernt soviel dabei und kriegt einen richtig tollen einblick in die vielseitige welt meines berufs. ist auch wichtig, denn wozu ist man in der ausbildung!
weil ich ab und zu ein fleißiges lieschen bin und lob wie kaffee in mich aufsauge, machte ich ordentlich tempo und rasselte zwei lange texte über komplexe themen in vier stunden runter.
gegen 17 uhr war die veranstaltung zu ende und meine lieben kamen wieder zurück ins büro. ich hielt stolz report, was ich alles erledigen konnte. es wurde auch mit einem halben ohr zugehört - mehr, als ich die letzten tage erwarten durfte.
um 17.57 betrat ich das zimmer meine chefin und fragte, ob alles soweit klar sei und ob ich dann gehen dürfe, kam von meiner chefin nur: "es ist noch nicht 18 uhr!!" sie fing dann an, meine texte zu zerpflücken, aber als es dann 18 uhr war, ging ich tatsächlich einfach.
morgen wirds eine unterredung geben. ich war noch nie so demotiviert.

p.s.: sorry, kommentare sind der identitätsänderung zum opfer gefallen. ;)

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