Dienstag, 13. Januar 2009
super bleifrei tanken
- zum einschlafen den kopf in die armbeuge des anderen legen dürfen
- zusammen im sprudelbad herumhoppeln als wäre man 16
- die hand in diese andere, warme, weiche, kräftige legen
- dem anderen wasabinüsse in den bauchnabel stecken und dann essen
- den besonderen duft aus der kleinen hautfalte von hinterm ohr schnuppern
- beobachten, wie der andere beim essen so wahnsinnig putzig kleckert

und das größte (novum!) überhaupt:
- morgens in die arbeit gefahren werden!

mein karma 2009 ist nicht so miesepetrig wie das von 2008, scheint mir. vor lauter glück werde ich noch richtig fett. zumindest die wasabinüsse sollten wir vom speiseplan streichen. und stattdessen knäckebrotecken in den bauchnabel stecken.

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Samstag, 10. Januar 2009
sodomisten im nachtfernsehen
die biegung von rüdenpenisen.
wen´s interessiert!

"maurice, mach mal das schwänzchen hoch!"

achja, es ging um rassehunde. 1100 tacken zahlen leute so, um ein prestigeobjekt zu haben. so wie für ne rolex. oder mikropenis-besitzer für so ein ekelhaftes bonzenauto. der speed, der dir im hirn sitzt, kannste halt nicht mit dem scheiß unter ner motorhaube ersetzen. aber das glauben dann doch erschreckend viele.

und dann brüllen wir im chor: AUS PRINZIP SCHON NICHT!!

leckt uns doch am arsch.

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Mittwoch, 7. Januar 2009
lettre d´affaire
liebe affaire,

es war schön, heute morgen neben dir aufzuwachen. und auch wenn ich dich dafür verflucht habe, dass du den wecker auf 6:45 uhr gestellt hast statt auf sieben, so war ich hinterher doch dankbar dafür - denn du bist sehr köstlich.
jetzt machste wieder geschäfte in der süderstraße, deshalb pass auf, falls dir einer was in die fresse geben will, dass du keine zippe zwischen den zähnen hast. das macht sonst wieder brandblasen im gesicht und das hatten wir ja schon alles.
vielleicht komme ich heute ein bisschen früher weg, mal sehen, wer was noch alles über mich drüberrutscht.

viele grüße,

die zuarbeiterin von der langustenfarm.

p.s.: weißt du, wo noch kleber für die langusten-fühler ist?

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Dienstag, 6. Januar 2009
atemberaubend gelangweilt
es langweilt mich zu beobachten, wie menschen ihr leben vergeuden und sich dabei langweilen, weil sie zu unentschlossen sind, etwas zu ändern. es macht mich rasend, wie sie andere dabei ausbremsen oder mit mehrarbeit überlasten. es langweilt mich von zeit zu zeit, auch mich selbst dabei zu erleben, wie mich das zögern ergreift.
"ich habe eine therapie gemacht, weil ich noch nie wusste, was ich vom leben wollte", erzählte mir heute jemand (wohlgmerkt ein mann und noch dazu ein erfolgreicher workaholic). "und ich habe erkannt, dass ich zögere und warum ich zögere. aber ich konnte es nie abstellen."
"es ist eine behinderung. aber wie jede behinderung ist es auch gabe", sagte ich ein wenig altklug. gabe kommt von "geben". und geschenke muss man annehmen.

menschen wie wir stagnieren im leben. wir sind nicht multi-tasking-fähig, wir sind wenig zweckorientiert, auch wenn wir uns eifrig darin üben und klammheimlich furchtbar gerne kaltblütig rüberkommen. wir fahren einbahnstraßen und landen in sackgassen. aber wir haben das verdammte glück, glücklich zu sein, weil wir den vogel sehen, der auf den zaun kackt. während der rest der menschen sich auf schnellstraßen tummelt, dort, wo es gar keine vögel mehr gibt.
von zeit zu zeit nehme auch ich schnellstraßen. und merke, wie es mich gleich noch mehr langweilt, herumgeschubst und fremdbestimmt zu werden. das ist nur noch ein übersteuerter herzschrittmacher, nicht aber nicht der puls des lebens. dann kehren wir zu unseren zäunen zurück und lassen uns erschlagen von der unendlichen vielfalt des lebens, atmen mit jeder pore unseres körpers die unerträgliche leichtigkeit des seins.

wir sind die einäugigen im land der blinden. wenn wir jemanden finden, der uns ergänzt und uns mit einem zweiten auge schauen macht, sind wir sogar die könige der welt. unser reich ist das mächtigste: die gegenwart. der punkt, von dem aus man schaut, der niemals vergangen ist und der noch nicht gekommen ist. hier gibt es keinen ort für angst und auch keine erinnerung. alles ist prall und reich und randvoll mit dem wuselnden, tanzenden, singenden, sich selbst spielenden jetzt. man kann sich daran überfressen und immer noch hungrig sein. es gab phasen in meinem leben, da musste ich aufhören zu essen, um noch mehr von diesem leben in mich hineinzuschaufeln. keine spur von maßlosigkeit: jeder handgriff ein ritual, der den ist-zustand akribisch zelebriert. psychologen nennen das gerne "zwanghaft". gott verdamm sie.

das leben hat mich oft aus den latschen gehauen. einfach, weil es so war wie es gerade war. inzwischen sitze ich fester im sattel, aber immer noch ist alle unheimlich intensiv. als wäre man durchsichtig und nicht greifbar, ätherisch. jeder windhauch ein geschoss.
haben sie schon mal während der autofahrt den kopf aus dem fenster gesteckt und zu atmen versucht? als kind habe ich sommers nichts lieber getan und dabei gebrüllt: "ich ersticke vor wind!!" das gab schimpfe von papa und zuhause den arschvoll von mama. ist schließlich ja gefährlich. aber so ist das leben für mich und die, die so sind wie ich. atemberaubend. und todsicher tödlich.

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[filmfilmmovie]
besitzt zufällig jemand "der freie wille" (mit jürgen vogel + sabine timoteo) und will den film loswerden?

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Montag, 5. Januar 2009
für alle, die simon´s cat lieben...

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