Samstag, 10. Januar 2009
sodomisten im nachtfernsehen
die biegung von rüdenpenisen.
wen´s interessiert!

"maurice, mach mal das schwänzchen hoch!"

achja, es ging um rassehunde. 1100 tacken zahlen leute so, um ein prestigeobjekt zu haben. so wie für ne rolex. oder mikropenis-besitzer für so ein ekelhaftes bonzenauto. der speed, der dir im hirn sitzt, kannste halt nicht mit dem scheiß unter ner motorhaube ersetzen. aber das glauben dann doch erschreckend viele.

und dann brüllen wir im chor: AUS PRINZIP SCHON NICHT!!

leckt uns doch am arsch.

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Mittwoch, 7. Januar 2009
lettre d´affaire
liebe affaire,

es war schön, heute morgen neben dir aufzuwachen. und auch wenn ich dich dafür verflucht habe, dass du den wecker auf 6:45 uhr gestellt hast statt auf sieben, so war ich hinterher doch dankbar dafür - denn du bist sehr köstlich.
jetzt machste wieder geschäfte in der süderstraße, deshalb pass auf, falls dir einer was in die fresse geben will, dass du keine zippe zwischen den zähnen hast. das macht sonst wieder brandblasen im gesicht und das hatten wir ja schon alles.
vielleicht komme ich heute ein bisschen früher weg, mal sehen, wer was noch alles über mich drüberrutscht.

viele grüße,

die zuarbeiterin von der langustenfarm.

p.s.: weißt du, wo noch kleber für die langusten-fühler ist?

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Dienstag, 6. Januar 2009
atemberaubend gelangweilt
es langweilt mich zu beobachten, wie menschen ihr leben vergeuden und sich dabei langweilen, weil sie zu unentschlossen sind, etwas zu ändern. es macht mich rasend, wie sie andere dabei ausbremsen oder mit mehrarbeit überlasten. es langweilt mich von zeit zu zeit, auch mich selbst dabei zu erleben, wie mich das zögern ergreift.
"ich habe eine therapie gemacht, weil ich noch nie wusste, was ich vom leben wollte", erzählte mir heute jemand (wohlgmerkt ein mann und noch dazu ein erfolgreicher workaholic). "und ich habe erkannt, dass ich zögere und warum ich zögere. aber ich konnte es nie abstellen."
"es ist eine behinderung. aber wie jede behinderung ist es auch gabe", sagte ich ein wenig altklug. gabe kommt von "geben". und geschenke muss man annehmen.

menschen wie wir stagnieren im leben. wir sind nicht multi-tasking-fähig, wir sind wenig zweckorientiert, auch wenn wir uns eifrig darin üben und klammheimlich furchtbar gerne kaltblütig rüberkommen. wir fahren einbahnstraßen und landen in sackgassen. aber wir haben das verdammte glück, glücklich zu sein, weil wir den vogel sehen, der auf den zaun kackt. während der rest der menschen sich auf schnellstraßen tummelt, dort, wo es gar keine vögel mehr gibt.
von zeit zu zeit nehme auch ich schnellstraßen. und merke, wie es mich gleich noch mehr langweilt, herumgeschubst und fremdbestimmt zu werden. das ist nur noch ein übersteuerter herzschrittmacher, nicht aber nicht der puls des lebens. dann kehren wir zu unseren zäunen zurück und lassen uns erschlagen von der unendlichen vielfalt des lebens, atmen mit jeder pore unseres körpers die unerträgliche leichtigkeit des seins.

wir sind die einäugigen im land der blinden. wenn wir jemanden finden, der uns ergänzt und uns mit einem zweiten auge schauen macht, sind wir sogar die könige der welt. unser reich ist das mächtigste: die gegenwart. der punkt, von dem aus man schaut, der niemals vergangen ist und der noch nicht gekommen ist. hier gibt es keinen ort für angst und auch keine erinnerung. alles ist prall und reich und randvoll mit dem wuselnden, tanzenden, singenden, sich selbst spielenden jetzt. man kann sich daran überfressen und immer noch hungrig sein. es gab phasen in meinem leben, da musste ich aufhören zu essen, um noch mehr von diesem leben in mich hineinzuschaufeln. keine spur von maßlosigkeit: jeder handgriff ein ritual, der den ist-zustand akribisch zelebriert. psychologen nennen das gerne "zwanghaft". gott verdamm sie.

das leben hat mich oft aus den latschen gehauen. einfach, weil es so war wie es gerade war. inzwischen sitze ich fester im sattel, aber immer noch ist alle unheimlich intensiv. als wäre man durchsichtig und nicht greifbar, ätherisch. jeder windhauch ein geschoss.
haben sie schon mal während der autofahrt den kopf aus dem fenster gesteckt und zu atmen versucht? als kind habe ich sommers nichts lieber getan und dabei gebrüllt: "ich ersticke vor wind!!" das gab schimpfe von papa und zuhause den arschvoll von mama. ist schließlich ja gefährlich. aber so ist das leben für mich und die, die so sind wie ich. atemberaubend. und todsicher tödlich.

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[filmfilmmovie]
besitzt zufällig jemand "der freie wille" (mit jürgen vogel + sabine timoteo) und will den film loswerden?

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Montag, 5. Januar 2009
für alle, die simon´s cat lieben...

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Freitag, 2. Januar 2009
rein und raus/in and out 2008
es tut mir leid. ich mag eigentlich auch keine jahresbilanzen. lesen sie einfach weg, wenn es sie nervt.
aber ich fand die irgendwie interessant:

beste entscheidung: eine eigene wohnung zu nehmen.
schlechteste entscheidung: die private krankenversicherung bei der central abzuschließen und den telefonanschluss bei 1und1 in auftrag zu geben.

beste anschaffung: mein neues uraltes mintgrünes damenrad - unklaubar.
dämlichste anschaffung: diese hässliche, nicht reduzierte jeans von orsay, die ich nie trage und die ich zu faul umzutauschen war.

schönster absturz: mit dem cabkater und dem m. mit den schönen händen im kir nach einem white russian, fünf whiskey, fünf tequila und fünf sowas-rotes-mit-wodka.
schlimmster absturz: auch im kir, als ich nach zwei mixgetränken an einen pfeiler gelehnt einpennte und der kater mich wachstupsen musste. gelernt: auch mit wenig alkohol wirkt schlechte musik wie eine riesige dosis schlafmittel.

bestes getränk: dauerbrenner: chai-latte, white russsian und fritz limo melone, aktuell: der birne-kräuter-emotionssprudel vom cabkater
ekelerregendes getränk: kaffee in der bahn (schämt´s euch! bei den preisen eine derart gülle-artige drecksplörre zu servieren!)

bestes essen: supermarkt-sushi, mein selbstgemachter feldsalat mit gebratenen austernpilzen, shrimps, minitomaten und jogurtdressing.
schlimmstes essen: linsensuppe vom türken

beste musik: tindersticks, kent, el*ke
schlimmstes gejaule: konnte zum glück umgangen werden: mein chef in der redaktion hatte ein illustres treffen mit lou reed und ich sollte derweil ein konzert der deutschen sängerin kiwi (klingt wie rosenstolz mit mäusepiepsestimme und noch schlimmeren texten) besuchen. da ich mich für null euro aber nicht verpflichtet fühlte, meinen feierabend für etwas derartiges zu verschwenden, lehnte ich schroff ab. das war zwar arrogant und stieß auf eine nicht besonders erfreute gegenreaktion, aber es gibt so dinge, die sollte man sich nur für viel geld antun.
eigene, schönste musikalische wiederentdeckung: thomas d./fanta4, tindersticks und vnv nation

beste idee/frage: 2008 war voller dämlicher ideen und geistloser fragen
dämlichste idee/frage: ein bett ins arbeitszimmer zu stellen, genau an der wand, wo die haustür ins schloss kracht. keine ohrenstöpsel der welt helfen gegen das kleine wiederkehrende morgendliche erdbeben. auch die stöckelschuhe meiner nachbarin kannte ich irgendwann sehr gut. vorteil: man kann nie verschlafen. ich war immer um 6:30 uhr wach, wenn der erste aus dem haus ging.

beste lektüre: andrew kaufman: alle meine freunde sind superhelden
langweiligste lektüre: botho strauß: paare, passanten

bester, dreckigster, geilster sex: neulich nacht auf einem parkplatz auf der rückbank im cabcab. grinsen sie ruhig, fragen sie aber nicht.
langweiligster sex: irgendwann im sommer nach der arbeit, als ich furchtbar müde und von rückenschmerzen und opium ausgeknockt war und besser gesagt hätte, dass ich mit "schlafen" nicht "miteinander" meine. tun sie ihrem partner auch bitte sowas nicht an!


und sie? wie war ihr jahr 2008 so?

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