Mittwoch, 15. Oktober 2008
hui
manchmal ist das schicksal einfach irre. und es bemühen sich menschen um einen, bei denen man sich fragt: wie zur hölle kommen die denn auf mich?
"ich traue ihnen alles zu." ein magischer satz in meinen ohren, die sonst viel zu oft nur "na ob das was wird, das wird bestimmt nichts, pass bloß auf" hören.
morgen treffe ich das schicksal wieder. es ist eine frau, bei deren kühler eleganz mir der atem stockt und deren freundlichkeit mein herz schmelzen lässt.
"wenn sie morgen kommen, bezahle ich ihnen das natürlich." noch so ein magischer satz. in meinen augen blinken dollarzeichen. mein puls wummert ungleichmäßig. jemand, der mich ernst nimmt und den ich ernst nehmen kann, ja wahrscheinlich sogar vergöttern werde.
"ich war ja wie sie, und sie haben soviel potenzial, dass sie all diejenigen anziehen, die zu wenig zahlen und ihnen auch das zu wenige am liebsten noch nehmen würden. menschen mit potenzial passiert so etwas."

heute hängt mein himmel voller geigen. ich bete, dass man sie da hängen lasse.

p.s.: und verdammt, was soll ich bloß anziehen?!

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Montag, 13. Oktober 2008
translation to sleep
katerchen und icke liegen im bett. katerchen löffelt die frostbeule. als ich gerade ins reich der träume abgleiten will, sagt der kater auf einmal:
"duhu, morphine! was heißt denn nochmal 'um zu' auf englisch?"
ich schüttle gewaltsam mein schlaftrunkenes hirn wach.
"ähmähm, 'to' würde ich einfach sagen."
"nee, da gibt´s doch so eine feste redewendung!"
"in order to."
"achja. danke. jetzt kann ich ruhig schlafen!"

okaaaaaaaaaaayyyyy...

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Sonntag, 12. Oktober 2008
ratschlagen sie mal, bitte.
ich bin erschöpft. der cabkater nicht minder. wir sitzen in der halbleeren wohnung und denken nach. nicht etwa darüber, was wir uns hübsches kaufen oder wo wir uns ein wenig erholen gehen könnten. oder überhaupt auf was man sich mal freuen dürfte. nein, es gibt nur pflichtprogramm, das uns aufreibt.

der nächste kalenderpunkt ist das familienfest meiner eltern. geburtstag, ein runder. wir sind natürlich eingeladen, als paar. es gibt eine feier in einem dorf, 700 km von unserer nordischen heimat entfernt, mit mehr als 50 leuten, die der cabkater nicht kennt und zu denen auch ich kaum ein verhältnis habe, von meinem cousin einmal abgesehen.
samstag mittag 700 km in den süden, sonntag morgen wieder zurück. für den kater, der ohnehin die ganze zeit unterwegs ist, eine qual. zug oder flieger kommen aus kostengründen nicht in frage, außerdem ist das dorf kaum an infrastruktur angebunden.
meine mutter macht den vorschlag, dass wir ja schon freitag kommen, in nürnberg schlafen und dann am samstag weiterfahren (etwa 120 km) könnten. ich, die ich aus reinem pflichtgefühl zunächst zähneknirschend zugesagt hatte, überlege derzeit sinn und unsinn der aktion. am montag nach dem rückreise-sonntag beginnt meiner neuer job. ich habe ganz uneigentlich keine lust, am ersten tag schon mit augenrändern und halber aufmerksamkeit aufzutauchen, zumal ich probezeit habe. und mein verhältnis zu meinen eltern betrachte ich zur zeit als kaum existent. außerdem werden meine eltern mich und den kater unter ihren 100 bekannten auf dieser feier vermutlich kaum bemerken. im gegenteil, wir werden rumsitzen und mit unseren potenziellen gesprächsthemen überhaupt keine ansprechpartner haben.

ein wochenende kostbare lebenszeit für menschen, die mich und meinen lebensentwurf schnippisch und ewig beleidigt unter den teppich kehren?
ich bin es leid, mein leben für andere zu leben. es gibt nur sehr, sehr wenige menschen, denen ich mich im moment verbunden fühle und für die ich verantwortung mittragen möchte. einer davon ist der kater.
und trotzdem ist da diese merkwürdige blutsverbindung, die mich knechtet...

wie würden sie diese gewissens- und herzensfrage entscheiden?

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Freitag, 10. Oktober 2008
echte dame
früher fielen die feinen damen wegen ihres korsetts hin und wieder in ohnmacht.
ich schaffe das auch so. idealerweise direkt in der arztpraxis. so wie heute.

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Mittwoch, 8. Oktober 2008
fetzen (nicht so fetzig)
es gibt nichts traurigeres als alleine eine gemeinsame wohnung auszuräumen.

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das schicksal trifft anscheinend auch andere hart. was nicht unbedingt bewirkt, dass es mir leichter fällt, das meine zu akzeptieren.

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es gibt seiten, auf denen fantasiearme menschen mindestens einmal pro beitrag ihre nichtssagenden visagen abgelichtet online stellen. natürlich mit fünffach photo-shop-filter und allerlei bamselkram. es fühlt sich an wie die mischung von nötigung und betrug. gleich wegklicken. verdirbt den charakter.

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hamburger studentinnen erkenne ich mittlerweile allesamt an ihren hässlich-auffälligen strümpfen, am liebsten in komination mit kurzen emo-röckchen (und da können die schenkel noch so fett oder noch so hühnerbeinartig sein) und turnschuhen. ja, mädels, ich weiß, die sache mit den studiengebühren zwingt euch auf den kiez, aber könntet ihr bitte wenigstens tagsüber in der u-bahn so ab und an einfach mal jeans tragen? danke.

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soll ich oder soll ich nicht? 250 euro auf den poker-tisch legen?

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gelernt: feta eignet sich zum überbacken so rein GAR nicht.

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