Samstag, 21. September 2013
wolkentanz
auf dass es heute nacht nicht regnet.

damit wir an der reeling stehen und sehen können, wie die morgensonne über den horizont kriecht und auf der elbe glitzert.

auf die längste nacht des jahres.

auf die beste musik der stadt.

auf eine party to remember.



vielleicht werde ich heute meine abstinenz brechen. vielleicht.

... link


Donnerstag, 19. September 2013
[kreativ-aufruf]
ich bin ganz happy mit meinem neuen design. wir wollen ja altes hinter uns lassen, in jeder lage.

kann mir noch jemand verraten, wie ich einen rand (6 px) um den gesamten body ziehen kann?

... link


Mittwoch, 18. September 2013
praktikanten heutzutage
wir haben eine schülerpraktikantin bekommen. für zwei wochen. ich hatte schon mit den zähnen geknirscht, weil man schülerpraktikanten in der regel jeden furz erklären muss, die ohnehin nur den ganzen tag faul rumsitzen und auf facebook daddeln und warten, dass die zeit vergeht, damit sie ingottesnamen den scheißwisch von praktikumsbestätigung bekommen. dann hauen sie ab und entscheiden sich hoffentlich für einen anderen job, in dem man nicht so viel falsch machen kann. bäckereifachverkäuferin oder so.

unsere schülerpraktikantin ist ein töchterlein aus feinem hause, hafencity ist der wohnort der eltern, mami ist lehrerin und vaddi ist auch irgendein wichtigwichser. töchterlein wird morgens von mami zur agentur gefahren, da die 15-minütige u-bahn-fahrt für die kleine prinzessin ja nicht zumutbar wäre.

die schülerpraktikantin sitzt dann wohlfrisiert und mit der fresse voll in den farbtopf gefallen in ihren markenklamotten rum und macht das, was schülerpraktis so machen: nägel feilen, an den haaren kauen, auf dem iphone rumtippen. ab und an erhält sie aufgaben, bei denen man nicht viel falsch machen kann. wir wollen ihr selbstwertgefühl ja nicht gleich innerhalb von acht stunden schreddern und kompostieren.

sie macht alles halb und halbherzig und kommt am dritten tag nicht mehr zur arbeit. die gf erhält dafür einen empörten anruf von der lieben mami, was uns einfiele, die prinzessin mit derart wenig verantwortungsvollen aufgaben zu betrauen. jedenfalls habe sich das arme hascherl wie das fünfte rad am wagen gefühlt. unter diesen umständen, so die muttiglucke, könne das kind das praktikum nicht beenden.

ich mache drei kreuze, einmal, weil ich die dumme kuh und ihre noch viel verblödetere alte schnalle von mutter so wahnsinnig schnell losgeworden bin, zum zweiten, weil ich mich offenbar richtig entschieden habe und nicht lehrerin geworden bin. die gf zetert noch eine weile, weil sie sich nicht gerne etwas sagen und noch viel weniger gerne etwas vorwerfen lässt, dann beruhigt sie sich auch wieder und es ist business as usual. mit niemandem, der im weg sitzt.

... link


Sonntag, 15. September 2013
leaving babylon
mit covenant.

herzlichen dank für den tollen abend und dann bis nächstes jahr.

... link


Samstag, 14. September 2013
destroyer-trip
ich fühle mich wie in einer zweiten pubertät. unausgeglichen und dauerprämenstruell. die katze offenbar auch. sie schnappt im vorübergehen nach meinem fuß wie ein hungriges krokodil. als ich ihr dafür in die augen starre (dominanz/angriff), kratzt sie. freches biest. ich schmeiße sie erstmal aus dem zimmer.

an tagen wie diesem sollte man mir besser nicht zu nahe kommen. ich habe den eindruck, meine wut ist eine alleszerstörende dampfwalze. das passt gut zu meinen heutigen plänen.

denn heute werde ich den neuen man absägen. tut mir zwar leid, aber ich will einfach nicht. da ist nichts, was mich reizt. weder die gespräche. noch der geruch. noch der sex. ich habe beschlossen, in dieser hinsicht nun doch meinen gefühlen zu trauen anstatt auf meinen therapeuten zu hören, der meint, ich wolle nur niemanden in mein leben lassen. nunja, vielleicht hat er damit recht, ein bisschen, aber ich finde, zwei monate beziehungsversuch sind einfach genug. wenn sich dann nichts tut, wenn dann kein vertrauen, kein begehren und rein gar nicht wächst, kann es nicht nur an mir liegen, oder?

schließlich gibt es andere männer, bei denen ich mich sehr wohl fallen lassen kann. die lederjacke zum beispiel. auch, wenn wir wie asexuelle geschwister intimität total meiden, habe ich 100-prozentiges vertrauen in die lederjacke. ich schlafe gern mit ihr in einem bett, ich halte sie gerne fest im arm - etwas, was der neue mann nie geschafft hat.
vom objekt möchte ich an dieser stelle gar nicht sprechen.

ich habe das gefühl, mein altes ich ist wie ein diplomatisches schneckenhaus, aus dem ich gerade hinauswache in einem zerstörerischen, schmerzvollen prozess. er macht mir angst, denn ich weiß nicht, was danach kommt und ob danach etwas kommt. in meinen alpträumen irre ich einsam durch straßenschluchten, während mich fremde auslachen.

die angst begleitet mich auf schritt und tritt. sie ein kamerad des zorns und sorgt dafür, dass ich mich nach der zerstörung des alten vom neuen fernhalte. so kann nichts passieren. auch nichts gutes.

weil die gedanken so qualvoll und anstrengend sind, laufe ich selbstredend gefahr, an meine neuen medikamente zu gehen. notfall ist ja fast immer. aber ich reiße mich zusammen, versuche das desaster mit mir selbst auszufechten. rufe die liebe lady m. an und fühle mich nach einem zweistundengespräch endlich mal nicht alleine.

wie selten und wie wichtig solche menschen sind. die man noch nie gesehen hat. die einem aber näher stehen als die beste freundin von früher. keine ahnung, was sich genau verändert. da scheint doch mut neben der angst zu wachsen. oder? bitte, lass es so sein.

man braucht doch etwas, an das man glauben kann. bitte.

... link