Sorry, you need system administrator rights for that.


Dienstag, 9. April 2013
event-crashing
berlin. acht konzerte, eine party, dreieinhalb freunde, und das alles in 48 stunden. neuruppin forever nicht als film, sondern in form von stau erlebt. nunja. man kann nicht alles so schnell haben wie die geschwindigkeit der zeit, die nur so verfliegt, wenn man glücklich ist.

der freund wird mehr. immer mehr. ich schwanke in meinen emotionen, schwelge zwischen geborgenheit und latenter platzangst. gleichzeitig hat sich ein ex-ons wiedergemeldet, der sich nun doch von seiner freundin getrennt hat. auch mit ihm werden die gespräche länger, die abende später, der schlaf weniger. das wirkt sich negativ auf den serotoninspiegel aus, aber positiv auf das beendete objektverhältnis.

insgesamt ist alles anders. aber ich bin noch immer ich. mit denselben ängsten, nöten und träumen. und ich hoffe, dass ich damit niemandem das herz brechen werde.

... link


Freitag, 5. April 2013
freunde bleiben
"ich denk an dich", gesteht mir der freund. und: "ich fand das wochenende mit dir sehr schön."
dito, muss ich zugeben.

es wird schwer, freunde zu bleiben. denn da war ein kuss. oder zwei. und das, obwohl wir uns seit sechs jahren kennen.

wir spinnen rum und träumen. das können wir beide gut. obwohl der freund so ein manager-macker ist, die mir in den letzten jahren suspekt geworden sind. obwohl ich so gestört bin und weiß, der sichere hafen ist für mich nur ein goldener käfig.

zusammen essen gehen, nächste woche. weil ich sushi möchte.
zusammen in urlaub fahren. weil es der freund sich wünscht.
zusammen alt werden. wenn gott will.

sicher ist nur eines:
ich hab so ein verdammt schönes kribbeln im bauch, wenn ich dich im kopf habe.

... link


Montag, 1. April 2013
einfach nur schön
am donnerstag bin ich schon morgens in der arbeit fast am heulen und überlege die ganze zeit, ob ich wieder in die psychiatrie gehen soll. aber mich mit pillen vollstopfen lassen ist nicht das, was mir vorschwebt, also lasse ich es. irgendwie überlebe ich bis samstag, dann setze ich mich in den zug und fahre einfach weg. zu einem freund.

der freund holt mich am bahnhof ab. er findet, dass ich gut aussehe und so, als hätte ich keine probleme. ich lächle angestrengt, bis wir zuhause sind und gegessen haben.
"dann erzähl mal", sagt der freund.
und ich fange an zu blubbern. von den zwischenmenschlichen katastrophen der letzten wochen. von der großen erschöpfung und meinem ständigen kreiseln um weiterleben oder lieber nicht weiterleben wollen sowie dem unerklärlich überzeugendem gefühl, bald sterben zu werden.

der freund hört zu und schaut mich dann ein bisschen erschüttert an.
"du bist ziemlich am ende, hm?"
ich nicke und mir steigen die tränen in den augen.
"und du klingst so, als ob dir der gedanke an den tod überhaupt nichts ausmacht. das würde auch erklären, dass du dein leben und deine gesundheit so aufs spiel setzt."
ich nicke wieder und die erste träne tropft aus meinem linken auge. ich wische sie energisch weg.
"weißt du, was dein problem ist?" fragt er. "du hast lauter menschen um dich herum, die dir deine energie wegfressen."
die tränen beginnen, mir über die wangen zu laufen.
"nicht heulen, bitte, ich kann doch keine frauen weinen sehen", schmunzelt der freund. da muss ich lachen und dann doch leider weinen, und der freund lässt mich einfach, streichelt meine haare und gibt mir irgendwann ein taschentuch und einen aufmunternden blick, der mir sagt, putz dir die nase und schau auf die schöne seite des lebens.

der freund ist in der glücklichen situation, glücklich zu sein. er hat seine frau und seinen alten dunstkreis verlassen und hat sich eigene, neue freunde gefunden. er hat mit sport angefangen und überhaupt sein ganzes leben neu aufgestellt.

wir gehen aus und ich lerne seine clique kennen. ich lerne seine kinder kennen, zwei wunderbare menschen, die nur ein paar jahre jünger sind als ich. der freund kocht mir mein lieblingsessen und lässt mich in seinem bett schlafen und in seinem pool baden. bei allem, was er tut, strahlt er so viel ruhe und zuversicht aus, dass mir ganz warm ums herz wird.

als ich am zweiten abend auf dem sofa lümmle und den kopf auf seine brust lege, weiß ich, dass der freund ein freund ist. und dass es mir vielleicht irgendwann auch wieder gut gehen wird. so wie ihm.

... link


Montag, 25. März 2013
unentspannt chillen
nach einem kurzen, aber heftigen streit mit dem objekt (standardthema absolut mangelhafte zuverlässigkeit seinerseits) habe ich von allem die schnauze voll, packe meine sachen und fahre schwimmen in meine lieblingstherme, in die keine kinder reindürfen und die sonntagspäterabends auch meist angenehm leer ist.

am ziel angekommen trocke ich die letzten wuttränen, pfeffere meine sachen in ein schließfach und springe in die fluten. als ich wieder auftauche, traue ich meinen augen kaum: um mich herum nur kleine, dicke, bärtig-haarige männer - soweit das auge blickt. macht da eine moschee gerade erlebniswochen mit äußerer reinigung? ich bin neben einem uralten verhutzelten opa tatsächlich die einzige hellhäutige person im bad, und vor allem: die allereinzige frau. das habe ich bislang noch nie erlebt.

das schwimmen gestaltet sich ungemütlich, muss ich kurz daraufhin feststellen. denn sämtliche der bärtigen typen blockieren den beckenrand. immer, wenn ich das ende einer bahn erreiche, werde anzüglich angestarrt, angegrinst oder mit mir unverständlichen wortfetzen empfangen, die zusammen mit dem anzüglichen grinsen und dem unverhohlenen anstarren maximales unbehagen auslösen. das würdet ihr nicht machen, wenn eure aische dabei wäre, denke ich mir, da hängt euer schwanz nämlich ganz klein in den viel zu großen bermudas.

einer von ihnen ist richtig unangenehm. er ist identisch klein, dick und behaart wie alle anderen, scheint sich aber für schön zu halten. ich taufe ihn den pfau. der pfau schwimmt neben mir, vor mir, wartet am beckenrand auf mich oder taucht unter mir durch. wenn er dich berührt, haust du ihm eine rein, beschwöre ich mich selbst.

der zweite nervende mitschwimmer ist ein koloss von einem kerl, der eine wasserumwälzanlage ersetzen könnte. jedesmal, wenn wir aneinander vorbeischwimmen, gehe ich in einer art tsumaniwelle unter. irgendwann quatscht er mich an und will wissen, ob ich trainiere, weil ich so ausdauernd schwimme. ich verneine. seinem akzent nach ordne ich ihn in richtung russland ein und habe prompt recht. aus minsk kommt er. dafür, dass er wie ein rücksichtsloses walross schwimmt, ist er ganz nett. vor allem aber hält sich der pfau fern, solange er um mich herum ist. trotzdem hätte ich gerne mal meine ruhe. als mich das walross fragt, ob es mir ein getränk ausgeben darf, erwidere ich, dass ich einen sehr eifersüchtigen ehemann habe, der schon ein paar mal jemanden krankenhausreif geschlagen hat. iwan den schrecklichen beeindruckt das wenig: er lässt seine muckis unter den tätowierungen spielen und versichert mir, er könne sich sehr gut zur wehr setzen. als er mal kurz pipi muss, wittere ich meine chance und flüchte ins aromabad.

dort bin ich einen herrlichen augenblick lange alleine. stille um mich herum, nebel und gedämpftes blaues licht. wunderbar. doch dann wird die tür aufgerissen und herein kommt ein kleiner, dicker mann. im unterschied zum rest im becken da draußen ist er sehr hellhäutig. er lässt sich auf den sitz plumpsen. dann fällt ihm ein, dass man den ja vielleicht erstmal abbrausen sollte. also steht er wieder auf und spritzt mit kaltem wasser um sich, sodass auch ich eine ladung abbekomme. er entschuldigt sich wenigstens. dann lässt er sich wieder auf den arsch plumpsen.

es folgen zehn sekunden ruhe, in denen ich staunend die enormen männerbrüste meines bleichen gegenübers begutachte. ab sekunde elf beginnt der typ mit den füßen zu scharren. dann räuspert er sich mehrmals. es folgt erneutes füßescharren, beine übereinanderschlagen, beine wieder entwirren, füßescharren. mein puls springt auf 150. dann beginnt der typ zu husten. und zwar so richtig - bis der bronchialschleim rasselt. igitt.

ich stehe auf und gehe nach nebenan. da ist ja noch ein dampfbad. dort ist es ein wenig kühler und es riecht auch nicht so gut, aber besser so als weiter mit dem huster da rumzusitzen und nächste woche selber krank zu sein. leider dauert es kein minute, dann wird die tür erneut aufgerissen und der huster tappt herein. ich bin kurz vorm rumpelstilzchenartigen explodieren.

ich würde gerne die tropendusche benutzen, allerdings wird diese von einem pärchen okkupiert, das offenbar gerade angekommen ist (kreischendes lachen = mangelnde entspanntheit). ich ziehe mich auf meine liege zurück. iwan der schreckliche hängt am beckenwand und schickt mir lange blicke aus traurigen augen. eigentlich sind die schön, denke ich mir, huskyblaue augen, aber der ganze kerl ist mir ein bisschen suspekt.

der pfau dreht derweil seine runden und schlägt sein nichtvorhandenes rad. ich schließe die augen und versuche, das widerliche bild vom teigig-bleichen huster aus meinem kopf zu verbannen. weil die liegen so unglaublich bequem sind und ich mich direkt neben einer heizung befinde, falle ich irgendwann in eine art halbschlaf. endlich entspannung!

"hallo? hallo?"
und schon wieder muss mich jemand stören. ich komme mühsam wieder zu mir, richte die imaginäre schrotflinte auf den fragenden und öffne die augen. vor mir steht ein großer, braungebrannter adonis mit waschbrettbauch und blonden strubbelhaaren. schätzungsweise 20. schätzungsweise unterwäschemodel. was willerwillerwillerdenn von mir? gespannt richte ich mich auf.
"kannst du mir sagen, wo hier die toiletten sind?"
okay, vermutlich hat er gedacht, er fragt man besser die mutti am rande des nervenzusammenbruchs als iwan den schrecklichen oder mohammed den pfau. die kann sicher deutsch und haut ihm auch nicht gleich auf die fresse.

allerdings finde ich es verdammt unhöflich, mich aufzuwecken, nur weil er zu faul ist, seine chlorwasserblauen äugleins aufzusperren und nach dem schild "wc" zu gucken. oder alternativ den bademeister zu fragen. dann habe ich eine idee. ich lächle lieblich und sage:
"hier gibt es leider keine klos. du musst rüber in die sauna gehen. dafür musst du aber saunaeintritt bezahlt haben. hast du das schon gemacht?"
"äh, nee", sagt der adonis verunsichert.
"dann geh mal an die kasse und kauf dir ein saunaticket. kostet 15,90 €. und dann gehst du rüber in die sauna und fragst da noch mal."
"danke", sagt der adonis und zieht vondannen. ich lache mich innerlich scheckig. wenn man schon sonst keine freude hat, dann wenigstens schadenfreude, finde ich.

weil schon fast sperrstunde ist, hüpfe ich schnell unter die dusche. dort stelle ich fest, dass ich mein duschgel vergessen habe. zum glück kommt nach einer weile eine frau herein (und es gibt sie doch!), die duschgel dabei hat.
"entschuldigung, darf ich mir ein bisschen duschgel von ihnen schnorren?" frage ich.
die frau schaut mich erschrocken an, gerade so, als hätte ich sie gefragt, ob ich ihr mal die muschi lecken darf. dann streckt sie mir vorsichtig die flasche mit dem duschgel entgegen. ich sage höflich danke und beginne mich einzuseifen. die frau starrt mich an. ich wundere und wundere mich, bis ich bemerke, dass sie mir zwischen die beine starrt. dort befindet sich - im gegensatz zu ihrer muschi - eben nun mal kein busch, in dem sich theoretisch ein reh verstecken könnte. was für mich einfach ein wir-leben-eben-nicht-mehr-in-der-steinzeit-lifestyle-dingens ist, ist für sie offensichtlich der sichere hinweis, dass ihr die inkarnierte sünde gegenüber steht.

ich bin froh, als ich trocken und warm in meinen kleidern stecke und nur noch föhnen muss. an den haartrockern treffe ich iwan den schrecklichen wieder, der mich mit einem letzten traurigen husky-blick bedenkt und dann vondannen zieht.
ich selber schleppe mich durch den arktischen sturm richtung bushaltestelle. im bus bin ich richtig geladen und schreibe dem objekt noch eine bitterböse sms. dann fühle ich mich deutlich entspannter, fast so, als hätte ich gerade wunderbar gevögelt.

note to myself: jeden tag eine schlechte tat. mindestens. es gibt nichts besseres gegen richtig miese laune.

... link


Donnerstag, 21. März 2013
erogene zonen
jeder mann und jede frau hat unterschiedliche erogene zonen, wobei es gewisse gemeinsamkeiten gibt, wie ich immer wieder feststelle. als ich kürzlich wieder mal das vergnügen mit dem tabulosesten mir bekannten männlichen wesen hatte, diskutierten wir über erogene zonen und stellten fest:

erogene zonen sind bei vielen gleichzeitig tabuzonen, was die sexuellen freuden deutlich schmälert.

berühmtestes beispiel: die stimulation der männlichen prostata. da ich das sehr faszinierend finde, habe ich schon viele lover gefragt, ob man ihnen eigentlich den finger in den po stecken darf. die reaktion auf den vorschlag war in der regel sehr einstimmig ein entsetztes quieken wie bei ferkeln, die gerade kastriert werden. nein, um gottes willen, man sei doch nicht schwul, lautete das standardargument. das wunderte mich ein wenig, waren doch sehr viele männer scharf auf analverkehr, solange es MEIN arsch war, der gefickt wurde.

das objekt war mein allererster mann, der das schon immer praktizierte – sowohl aktiv als auch passiv – und mich ganz offen aufforderte, es zu tun. vor allem in verbindung mit einem blowjob, lernte ich, konnte frau auf diese weise geradezu explodierende lust hervorrufen.

ich bin eine entdeckerin. ich beobachte gerne, wie sich lust und erregung bei meinem partner steigern. es ist macht - und diese macht macht mich an. nachdem ich etwas vertrauen gefasst habe, erkunde ich den männlichen oder weiblichen körper quadratzentimeter für quadratzentimeter und checke dabei unter anderem folgende stellen:

brustwarzen
sehr unterschiedlich. einige männer reagieren sehr gut auf berührung und lecken, einige forderten mich sogar auf, sie in die brustwarzen zu beißen. das funktioniert, solange ich dabei nicht kichern muss. ich bilde mir ein, dass die erregbarkeit der männlichen brustwarzen auch vom grundsätzlichen augenblicklichen grad der allgemeinen erregung abhängig ist. das ist bei frauen ähnlich.

steiß-/kreuzbeinbereich
die haut in dieser zone ist sowohl bei vielen männern als auch bei vielen frauen sehr sensibel und reagiert insbesondere auf zarte steicheleinheiten.

schwanzspitze
die untere seite der schwanzspitze am penisbändchen ist bei vielen männern bei einer vollen erektion sehr gut punktuell stimulierbar. am besten mit der zunge.

schaftansatz
bei einer vollen erektion befindet sich bei manchen männern an den seiten links und rechts eine erogene zone. eine weitere liegt etwas verborgen hinter dem hodensack knapp vor dem damm. diese zone ist häufig auch schon vor entwicklung einer erektion empfänglich für berührungen – sowohl zart als auch hart.

hoden
fast alle meine lover stehen total drauf, dass man ihnen die eier leckt. das hat sicherlich - ähnlich wie beim blowjob - etwas mit macht zu tun.
einige forderten mich aber auch auf, ihren hoden in die hand zu nehmen und ihn langsam und sanft, aber sehr fest zu drücken. der lustgewinn dieser praktik ist mir ein rätsel, aber es scheint zu funktionieren. offenbar tut es nicht weh.

anus
bei männern als auch bei frauen laufen hier sehr viele nervenenden zusammen. eine zarte stimulation ist bei vielen möglich, auch wenn diese nicht auf finger im po stehen.

klitoris
einen klitoralen orgasmus kriegt doch jeder irgendwie hin, denken viele männer. da wird dann fleißig mit dem finger drauf rumgeschrubbt wie auf einem hartnäckigen fleck im pulli und das schmerzvolle stöhnen der frau mit lust verwechselt. allzu zaghafte berührung kann hingegen effektlos sein, da die kleine erbse unterschiedlich tief versteckt liegt. also erst mal die lage checken, dann streicheln und noch besser: lecken. mit der zungespitze, nicht mit der ganzen zunge.

scheideneingang
die andeutung von tatsachen kann unheimlich sexy sein. eine finger oder ein penis, der nicht eindringt, sondern erstmal anklopft, kann mich ziemlich in rage bringen. das objekt weckt mich gerne auf diese weise, bevor es nachts über mich herfällt.
auch nett: mit der zunge ein paar millimeter eindringen. haut mich mehr von den socken als klassisches muschilecken. machen aber nicht so viele männer.

g-punkt
der sagenumwobene g-punkt ist bei jeder frau unterschiedlich ausgeprägt. heißt, er liegt unterschiedlich tief und umfasst unterschiedlich viele nervenenden. auch wenn man(n) ihn erreicht, heißt es noch nicht, dass so furchtbar viel passiert. technik ist also gefragt. bei mir funktioniert es ganz gut, wenn ich von hinten genommen werde. ist der schwanz eher klein und die scheide groß, kann man(n) den weg verkürzen. das geht z.b. so: frau liegt auf dem rücken und zieht die beine, entweder in froschstellung oder so, dass sie die füße gegen die schulter des mannes stemmen kann. dadurch kommt man(n) ziemlich tief. nachteil: ein bisschen unbequem nach einer weile.

und? wie sind ihre erfahrungen so?

... link