Samstag, 15. August 2009
kleine irrlichter im morast
die neue situation wühlt mich auf, jetzt, wo gerade mal etwas ruhe und standard in mein leben eingekehrt war. das angespannte grübeln, das dich hellwach an die matratze tackert und die muskeln festfrieren lässt. der löffel, der ständig durch die grütze rührt. löffel, ach was sag ich, mixer, auf stufe drei geschaltet.

die kolleginnen sind ehrlich betroffen. das lässt mich von der potenzielle-intrige-theorie abstand nehmen.

der kampf ist kein schöner, den ich jetzt um die krümel vom kuchen, von dem ich nie aß, kämpfen muss. aber kampf ist leben. und dass das leben schön sein muss, davon haben wir ja schon alle längst abstand genommen. erträglich sollte es sein.

erträglich macht es die tatsache, dass ich wenigstens arbeitslosengeld bekäme. zuhause die große erleichterung, nein, wir müssen nicht wieder anfangen, das kind durchzufüttern.

wir werden sehen, wir landen irgendwann irgendwo. im moment können wir nicht sehen, kein ziel nah und fern. aber langweilig war es eh. und nichts macht mich trauriger als die tatsache, dass mich etwas anödet.

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Donnerstag, 13. August 2009
sodala
übergangslösungen lösen sich manchmal verdammt schnell unter so einem meinem hintern auf.

ab oktober bin ich dann erstmal raus, vorzeitigerweise.
weil dann nämlich die pratikantin aufsteigt. und deren aufstieg ist etwas billiger als der meine.

und ich kann nicht mal weinen. sondern verspüre, von latenter existenzangst einmal abgesehen, unendliche erleichterung.

arbeitsmarkt, da bin ich. arbeitsmarkt?? aaaaaabaaaiitsmaarkt!? halloooo...?

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Mittwoch, 12. August 2009
geil
jobabsage in 20 minuten nach der bewerbung. hatte ich auch noch nicht.

rekorde braucht das leben!

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Dienstag, 11. August 2009
not lügen
fährt jemand mit mir nach paris zum white-lies-konzi am 28. oktober?

allez hopp. decidez vous.

isch verrrzuckrä eusch auch mit mein manifique francais.

(ein schelm ist, wer hier schlimmes denkt.)


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Sonntag, 9. August 2009
surprise in sahnesauce
man(n) kocht für mich.

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ende des lebens
wenn man beruflich stark eigespannt ist, tendiert man dazu, nicht über sich nachzudenken.
wo will ich hin?
die frage hatte sich jahrelang für mich erübrigt. leben fand in der gegenwart statt und war wie von selbst mit einer recht hohen dosis glück angefüllt. zeit war ungefühlt, denn sie war immer da. auch sonst war alles da, nicht im überfluss, aber das notwendige. freunde, ab und an liebesglück, inspiration, sicherheit, ein platz an der sonne (ganz wörtlich).

heute gibt es keine zeit mehr, die gesundheit ist ein fragiles gut geworden. da, wo einst freunde waren, klafft ein großes loch mit einigen behelfsbrücken. dank der arbeit nimmt man das alles weniger stark war, denn auch müdigkeit ist eine droge, die, gepaart mit der kontinuierlichen ausschüttung einer hohen menge adrenalin zu bewusstseinsveränderungen führt. arbeiten, vor allem in der falschen firma, führt zu einer art fremdbestimmtem dämmer-angst-zustand, der einem die luft zum atmen abschnürt.

in meinem urlaub, der heute zu ende geht, hatte ich endlich wieder genügend zeit zum nachdenken, zum atmen und auch zum genießen. und schmerzfrei zu sein, keine medikamente zu brauchen. und festzustellen: leben findet woanders statt, nicht wannanders. ich befinde mich definitiv am falschen ort und unterm rad der falschen entscheider.

ab heute zählen wir die tage.

noch 264 tage bis zur theoretischen freiheit.

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