Mittwoch, 12. August 2009
geil
jobabsage in 20 minuten nach der bewerbung. hatte ich auch noch nicht.

rekorde braucht das leben!

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Dienstag, 11. August 2009
not lügen
fährt jemand mit mir nach paris zum white-lies-konzi am 28. oktober?

allez hopp. decidez vous.

isch verrrzuckrä eusch auch mit mein manifique francais.

(ein schelm ist, wer hier schlimmes denkt.)


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Sonntag, 9. August 2009
surprise in sahnesauce
man(n) kocht für mich.

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ende des lebens
wenn man beruflich stark eigespannt ist, tendiert man dazu, nicht über sich nachzudenken.
wo will ich hin?
die frage hatte sich jahrelang für mich erübrigt. leben fand in der gegenwart statt und war wie von selbst mit einer recht hohen dosis glück angefüllt. zeit war ungefühlt, denn sie war immer da. auch sonst war alles da, nicht im überfluss, aber das notwendige. freunde, ab und an liebesglück, inspiration, sicherheit, ein platz an der sonne (ganz wörtlich).

heute gibt es keine zeit mehr, die gesundheit ist ein fragiles gut geworden. da, wo einst freunde waren, klafft ein großes loch mit einigen behelfsbrücken. dank der arbeit nimmt man das alles weniger stark war, denn auch müdigkeit ist eine droge, die, gepaart mit der kontinuierlichen ausschüttung einer hohen menge adrenalin zu bewusstseinsveränderungen führt. arbeiten, vor allem in der falschen firma, führt zu einer art fremdbestimmtem dämmer-angst-zustand, der einem die luft zum atmen abschnürt.

in meinem urlaub, der heute zu ende geht, hatte ich endlich wieder genügend zeit zum nachdenken, zum atmen und auch zum genießen. und schmerzfrei zu sein, keine medikamente zu brauchen. und festzustellen: leben findet woanders statt, nicht wannanders. ich befinde mich definitiv am falschen ort und unterm rad der falschen entscheider.

ab heute zählen wir die tage.

noch 264 tage bis zur theoretischen freiheit.

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Dienstag, 4. August 2009
6+7
argx.
gestern schlimm gesoffen. doppelt gesehen, eingeschränktes sprach- und denkvermögen.

nach sechs stunden schlaf aber wieder fit wie ein turnschuh gewesen. doch nach zwei wachen stunden wackelt der kreislauf heftigst.

später dann mal den restalkohol rauschwimmen. aber heute nur im omma-modus.

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Montag, 3. August 2009
cinque/anne clark in concert
mit zwei stück himbeertorte im bauch, einem kleinen schwips und hundertprozentig verpeilt vom verwandtschaftsgedusel zum anne-clark-konzert gewankt und fast zu spät gekommen. zwischen schätzungsweise mehreren tausend menschen sehe ich bekannte gesichter ohne ende. die freude ist groß, auch über den guten platz, den ich mir trotz des auflaufs noch ergattern konnte. vorne mitte, so wie ich es liebe. gute akustik und freie sicht.

nach vielen umarmungen und küsschen und einem kühlen nicken an eine gewisse persona non grata ging es dann auch schon los.
eine kleine, recht unscheinbare blond-graue dame in jeans und lederjacke betritt die bühne und mit ihr die band. kein zwei-gitarren-abend, wie ich ihn heimlich befürchtet hatte, sondern sound aus vollen kanonen, elektronisch und laut.
und schon das erste lied, mir bislang unbekannt, erfüllt den quantensprung zwischen hymne und dancetrack. trotz des jubels und des applauses am ende entschuldigt sich anne clark, we had some technical problems, sorry. es wird kurz gestöpselt, dann geht es weiter.
nach etwa fünf liedern ist es bewiesen: es gibt bands, deren livequalität kommt einfach nicht an die studioaufnahmen ran. in diesem fall jedoch deshalb nicht, weil anna clark live alles übertrifft, was ich bisher von platte kannte. auf der bühne zeigt die frau, dass jedes einzelne bandmitglied ein kleiner musikalischer kosmos ist. die musiker beherrschen ihre instrumente perfekt und bis zur freien variation. jeder einzelne genius kommt zur geltung. anna clark steht nicht im mittelpunkt. sie tritt immer wieder im kreis ihrer mannschaft zurück in die unausgeleuchtete mitte. einige stücke finden ganz ohne sie statt, sie geht sogar von der bühne und kommt erst im applaus zurück und stellt die solisten namentlich vor. so viel demokratie habe ich noch auf keiner bühne erlebt.

die musikauswahl ist gut getroffen. anne clark präsentiert ihr absolut empfehlenswertes neues album, mischt aber zahlreiche klassiker darunter, sleeper in metropolis, our darkness, night of the hunter und viele mehr. das publikum rast, tanzt, schreit. der applaus nimmt kein ende. nach einer stunde verabschiedet sich anne clark, wird aber noch zwei mal um zugaben gebeten. die lässt sie sich auch nicht nehmen. mit zurückhaltender freundlichkeit und der ihr innewohnenden intensität lässt sie aufspielen und bedankt sich dann mehrfach.
am ende treten die musiker vor das enthusiastische publikum und klatschen und verbeugen sich, was man durchaus nicht häufig erlebt.
dann sagt anne clark good night.

(full moon)

und auch ich sage: gute nacht, kleinbloggersdorf. es war ein wunderbarer abend. zum vollkommenen glück fehlte mir nur einer: der cabkater, der heute auch seine helle freude gehabt hätte.

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