Mittwoch, 1. Februar 2006
[zwischenruf an kommentierende]
bitte verlinkt euch doch. ich bin immer sehr neugierig und freue mich tierisch über euer feed-back. da wäre es doch schade, wenn ich euere seiten nicht auch besuchen könnte. ;)

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Sonntag, 29. Januar 2006
german psycho
"... und wo natur und die erde, leben und wasser gewesen waren, sah ich eine wüsste, die sich unendlich dehnte, eine art krater, so jenseits aller vernunft und allen lichts, so entseelt, daß keine stufe des bewusstseins sie erfassen konnte, und wenn man näher kam, lief das bewusstsein rückwärts, unfähig, sie zu verarbeiten. für mich war die vision so klar und wirklich und entscheidend, in ihrer reinheit fast abstrakt. das war das, was ich verstehen konnte, das war, wie ich mein leben lebte, nach dem dem ich meine schritte lenkte, wie ich das faßbare ordnete. das war die landschaft, um die meine wirklichkeit kreiste: es ist mir nie in den sinn gekommen, niemals, menschen könnten gut sein, oder ein mann könne sich ändern, oder die welt könnte schöner aussehen, wenn jemand sich an einem gefühl, einer geste, einem blick erfreut, an der liebe oder zuneigung einer anderen person. nichts stand fest, der ausdruck "herzensgüte" hatte keine bedeutung,war ein klischee, irgendein schlechter witz. sex ist mathematik. individualität ist kein thema mehr.was macht intelligenz aus? definiere logik. träume - bedeutungslos. intellekt ist keine hilfe. gerechtigkeit ist tot. furcht, anklage, unschuld, mitleid, schuld, verschwendung, niederlagen, leid waren dinge, gefühle, die niemand mehr wirklcih empfand. nachdenken ist zwecklos, die welt ist sinnlos. das böse ist alles, was bleibt. gott gibt es nicht. liebe ist betrug. oberfläche, oberfläche, oberfläche ist alles, dem jemand bedeutung zumißt... das war die zivilisation, wie ich sie sah, monströs und zerklüftet..."
aus: b.e. ellis: american psycho (1991)


überdruss aus überfluss, und zu allem überfluss kommt der überdruss nur von einem überschuss an leere. - der punkt, an dem man sein leben beenden sollte. nicht, um zu sterben. sondern um ein neues zu beginnen.

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Samstag, 21. Januar 2006
drastisch-souverän rehabilitiert-reanimiert
es erstaunt, dass der mensch, der für meine immense innere gespanntheit verantwortlich ist und diese dramatischen implosionen meines herzens geschehen lässt, trotzdem einer der liebenswertesten seiner sorte bleibt.
gestern: die tragische dreierkonstellation aus implodierter, implosioneur und explodieren könnender (wenn sie es erfahren würde) treffen zusammen, so zufällig wie auch gewollt. gewollt, weil ich ahnte, wohin meinen implosioneur die abendlichen wege führen würden, zufällig, weil es nur die ahnung war. aber wie immer, wenn ein auseinanderfließendes rosarot in den raum wächst, sensibilisieren sich die sinne und man entwickelt eine gewisse hellsichtigkeit.
da ich weder betrunken noch depressiv war - also weder notgeil-lasziv noch verschüchtert und verstummt - spielte ich souverän und entschuldigte mich in einem zweisamen moment für meine deutlich angedeuteten wünsche vom vorabend. ich erklärte ihm, dass ich, auch wenn ich beziehungen nicht als eine auf meine umtriebige persönlichkeit passend zugeschnittene lebensform erachte, dennoch immensen respekt vor beziehungstechnischen leistungen anderer empfände und niiiiiieeeemals diese leistungen zerstören wollen würde. (ich konnte schon immer auch leicht abseits der wirklichkeit überzeugend sprechen, soweit ich denn zurechnungsfähig bin *g*). der augenblicklich leckerste mensch meines sozialen universums nickte verständnisvoll und schaffte es mir zu gestehen, dass ihn ein ähnlicher konflikt in dieser sache quäle und dass er sich manchmal genauso stark wünsche, was ich gestern beinahe einfach getan hätte. er umarmte mich und war mir gut.
bizarr, wie simplicissimus dinge sein können. ich werde auf kleiner flamme weiterkochen. es könnte ein gourmet werden.

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Freitag, 20. Januar 2006
implosion einer emotion
ich erlebe die ungeheuere endogene verpuffung einer lang genährten illusion. betrunkene laune ließ mich meine wahre empfindung formulieren, was den betroffenen dazu veranlasste, dem vehement entgegenzuwirken. innerhalb von nanosekunden von 100 auf NULL. ein meteorit beim eintritt in die atmosphäre. mir bleibt das nachglühen, schmerz, enttäuschung, zerstörter glaube an ein gutes schicksal. und scham. jeder blick von ihm, der so wundervoll spielerisch war, ist nun wissend, betroffen, entstellt.

tausend mal ich, die auf mich einschreit, warum hast du den mund nicht gehalten. tausend mal ich, die in sich wiederhallt, schmetterlingsflügelklatschend gegen die kugelsichere scheibe der unmöglichkeit. tausend mal der tod, der nicht zu ende gestorben werden will.



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Samstag, 14. Januar 2006
fremdsprachenkorrespondenz
ich spreche mit dir.
wiebitte?
ich sagte etwas. hast du verstanden?
was hast du mich gefragt?
verstehst du mich nicht?
was gibt es zu verstehen?
warum fragst du?
ich wollte nur etwas mitteilen!
ich verstehe nicht, was du dich aufregst.
du verstehst mich nicht.
was gibt´s da denn nicht zu verstehen?
...
t.b.c.

you keep on crying: "i want more"

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