Dienstag, 22. April 2008
amt für irrsinn, teil III
c17h19no3, 15:23h
frisches aprilgrünes gras fällt duftend in kleinen häufchen neben die sensen der mähmaschine, die autobahnabfahrt steht voller löwenzahn. die lufttemperatur ist auf pipiwarme 18 grad gestiegen und die menschen werden wieder hässlicher, weil sie weniger an haben.
trotz akuter regenwarnung fahre ich mit dem fahrrad herum, weil fahrkarten inzwischen zum luxus geworden sind. außerdem macht radfahren ein wenig glücklich, wegen der sportlichen endorphine und der mutti-hüfthöcker-verkleinernden funktion.
ich bremse bei der agentur für irrsinn in meinem heimatkaff. heute habe ich ein beratungsgespräch mit einer frau, die auf arbeitslose akademiker spezialisiert ist.
"guten tag!" forsch betrete ich auf die minute pünktlich das kleine kabuff. eine frau, sicherlich noch einmal fünf zentimeter größer als ich und mit dringend nachzufärbenden haaransatz, gibt mir die hand. dann setze ich mich und beginne, stumm die zimmerpflanzen zu mustern. die frau begreift, dass sie hier das gespräch beginnen muss.
"so, was haben sie denn so für fragen?"
ich sehe sie entgeistert an.
"in meinem schreiben steht, sie wollen sie mit mir über meine berufliche situation" - ich halte kurz inne, um zu kichern, weil es ja gar keine berufliche situation gibt - "weil sie sich mit mir unterhalten wollen. steht in diesem schreiben." ich halte ihr das anschreiben von der agentur für arbeit vor die nase.
"ja, so, dann sehen wir mal nach." sie hackt meine kundennummer in den pc und wartet. dann sind meine daten offenbar geladen und sie wendet sich wieder mir zu:
"sie haben also an der fh studiert."
"falsch."
"aber hier steht..."
"das ist falsch. ich habe an der uni studiert."
"achja. hier steht es ja: sie haben grundschullehramt studiert."
"auch falsch. ich habe gymnasiallehramt studiert."
"ach so."
"das steht aber alles in meinen unterlagen."
"ich habe keine unterlagen von ihnen erhalten."
"ich habe mein arbeitspaket aber letzte woche zum vorgegebenen termin eingereicht."
sie wühlt in ihrem schreibtisch.
"ach, da ist es ja."
"und wer lesen und abschreiben kann, erkennt darin auch ganz deutlich, was und wo ich studiert habe."
"okay..." sie schaut verwirrt drein und beginnt so hektisch wie halbherzig zu blättern.
"dann ändern wir das also."
"ich bitte darum." leicht verärgert lehne ich mich in meinem stuhl zurück. das klingt ja schon wieder alles fabelhaft.
"sie haben keinen abschluss?"
"wiebitte?" jetzt bin ich erschrocken.
"sie haben ihr studium nicht abgeschlossen, oder?"
"ich habe ihnen doch meine zeugnisse alle beigelegt. da sind ist ein bescheid dabei, in dem steht, dass ich das erste staatsexamen bestanden habe. sehen sie doch bitte nach!"
wieder wühlt sie, hält dann den falschen zettel in der hand, nickt aber.
"dann müssen wir das auch ändern, in ihrem kundenprofil steht nämlich: studium ohne abschluss."
"na, ganz prima!"
sie beginnt, die falschangaben auszubessern. fast jedes feld, vom adresseintrag abgesehen, trägt irgendwelche fehler. dann ist sie fertig.
"sie wollen also nicht grundschul-, äh, gymnasiallehrerin werden."
"richtig."
"warum nicht, wenn ich fragen darf?"
"ich mag keine kinder. es ist mir gleich, ob eines von ihnen abitur macht oder nicht. ich stehe vor der klasse und langweile mich tödlich, weil ich nichts von dem, was ich kann oder was mich interessiert, niveauvoll anbringen kann."
"aha. und was wollen sie stattdessen werden?"
"wie unschwer aus meinen angaben zu erkennen ist: ich will in die pr-branche beziehungsweise in die redaktion."
"äh, ja. und haben sie irgendwelche fragen?"
"ja. wie kommen sie darauf, dass praktika grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig sind und damit bewerbungskosten nicht erstattet werden?"
"äh, ähm... warum?"
"weil das hier so steht. in der realität sieht das aber ganz anders aus. und ich möchte wissen, ob die klausel mit dem faktum der sozialversicherungspflicht hinfällig wird oder ob ich das praktikum anders deklarieren muss, um meine bewerbungskosten erstattet zu bekommen."
"äh, ähm..." große wühlaktion im schreibtisch. nach mehreren minuten taucht die beraterin wieder auf und rückt ihre brille zurecht.
"sicherheitshalber würde ich dann nicht von prakitkum sprechen. sie haben dann bessere chancen, überhaupt etwas erstattet zu bekommen."
"ja, wie, kriege ich denn jetzt doch was nicht erstattet?"
"das liegt beim gutachter und was der ihnen beimisst."
"und an welchen kriterien bemisst der gutachter genau was?"
"das kann ich ihnen jetzt auch nicht so genau sagen."
"sehen sie, das ist der satz, den ich bisher am häufigsten auf dem arbeitsamt gehört habe."
sie lacht nervös. dann wühlt sie wieder und taucht diesmal mit einem weißen blatt wieder auf.
"hier stehen internetadressen drauf, wo sich akademiker bewerben können."
ich lese biochemie, maschinenbau und vieles andere, aber nichts, was mir weiterhelfen würde.
"da ist nichts für mich dabei."
"achja. naja, aber ich kenne da eine seite im internet..." sie tippt und schaut und tippt und wartet.
"da, sehen sie, das ist ein portal für stellenanzeigen im medienbereich... also jetzt eher regional."
"sie wissen schon, dass ich ab juni in hamburg wohne?"
"äh, ja, dann... da kann unter umständen auch schon was dabei sein, wenn das unternehmen vielleicht auch in hamburg eine niederlassung hat."
"ich sehe hier kein einziges angebot aus hamburg."
"ähm, ja stimmt." sie kichert nervös.
langsam bekomme ich das gefühl, bei einem casting für grundschullehrerinnen zu sein. wir behandeln gerade das thema 'einfach erklären mit vielen wiederholungen für intellektuell schwache schüler'.
ich sage: "ich habe bisher die meisten stellenanzeigen auf brancheninternen websites gefunden." ich nennen zwei, drei meiner meistbesuchten jobbörsen.
"ähm, ja, dann brauche ich ihnen ja hier nichts zu erzählen, was sie ohnehin schon wissen."
"genau."
und bevor sie zum nächsten stoiberschen "ähm" ansetzen kann, stehe ich schon, habe meine tasche über meine schulter geworfen und sage ironisch-artig: "vielen dank, sie haben mir sehr weitergeholfen."
"ja, äh, dann auf wiedersehen."
trotz akuter regenwarnung fahre ich mit dem fahrrad herum, weil fahrkarten inzwischen zum luxus geworden sind. außerdem macht radfahren ein wenig glücklich, wegen der sportlichen endorphine und der mutti-hüfthöcker-verkleinernden funktion.
ich bremse bei der agentur für irrsinn in meinem heimatkaff. heute habe ich ein beratungsgespräch mit einer frau, die auf arbeitslose akademiker spezialisiert ist.
"guten tag!" forsch betrete ich auf die minute pünktlich das kleine kabuff. eine frau, sicherlich noch einmal fünf zentimeter größer als ich und mit dringend nachzufärbenden haaransatz, gibt mir die hand. dann setze ich mich und beginne, stumm die zimmerpflanzen zu mustern. die frau begreift, dass sie hier das gespräch beginnen muss.
"so, was haben sie denn so für fragen?"
ich sehe sie entgeistert an.
"in meinem schreiben steht, sie wollen sie mit mir über meine berufliche situation" - ich halte kurz inne, um zu kichern, weil es ja gar keine berufliche situation gibt - "weil sie sich mit mir unterhalten wollen. steht in diesem schreiben." ich halte ihr das anschreiben von der agentur für arbeit vor die nase.
"ja, so, dann sehen wir mal nach." sie hackt meine kundennummer in den pc und wartet. dann sind meine daten offenbar geladen und sie wendet sich wieder mir zu:
"sie haben also an der fh studiert."
"falsch."
"aber hier steht..."
"das ist falsch. ich habe an der uni studiert."
"achja. hier steht es ja: sie haben grundschullehramt studiert."
"auch falsch. ich habe gymnasiallehramt studiert."
"ach so."
"das steht aber alles in meinen unterlagen."
"ich habe keine unterlagen von ihnen erhalten."
"ich habe mein arbeitspaket aber letzte woche zum vorgegebenen termin eingereicht."
sie wühlt in ihrem schreibtisch.
"ach, da ist es ja."
"und wer lesen und abschreiben kann, erkennt darin auch ganz deutlich, was und wo ich studiert habe."
"okay..." sie schaut verwirrt drein und beginnt so hektisch wie halbherzig zu blättern.
"dann ändern wir das also."
"ich bitte darum." leicht verärgert lehne ich mich in meinem stuhl zurück. das klingt ja schon wieder alles fabelhaft.
"sie haben keinen abschluss?"
"wiebitte?" jetzt bin ich erschrocken.
"sie haben ihr studium nicht abgeschlossen, oder?"
"ich habe ihnen doch meine zeugnisse alle beigelegt. da sind ist ein bescheid dabei, in dem steht, dass ich das erste staatsexamen bestanden habe. sehen sie doch bitte nach!"
wieder wühlt sie, hält dann den falschen zettel in der hand, nickt aber.
"dann müssen wir das auch ändern, in ihrem kundenprofil steht nämlich: studium ohne abschluss."
"na, ganz prima!"
sie beginnt, die falschangaben auszubessern. fast jedes feld, vom adresseintrag abgesehen, trägt irgendwelche fehler. dann ist sie fertig.
"sie wollen also nicht grundschul-, äh, gymnasiallehrerin werden."
"richtig."
"warum nicht, wenn ich fragen darf?"
"ich mag keine kinder. es ist mir gleich, ob eines von ihnen abitur macht oder nicht. ich stehe vor der klasse und langweile mich tödlich, weil ich nichts von dem, was ich kann oder was mich interessiert, niveauvoll anbringen kann."
"aha. und was wollen sie stattdessen werden?"
"wie unschwer aus meinen angaben zu erkennen ist: ich will in die pr-branche beziehungsweise in die redaktion."
"äh, ja. und haben sie irgendwelche fragen?"
"ja. wie kommen sie darauf, dass praktika grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig sind und damit bewerbungskosten nicht erstattet werden?"
"äh, ähm... warum?"
"weil das hier so steht. in der realität sieht das aber ganz anders aus. und ich möchte wissen, ob die klausel mit dem faktum der sozialversicherungspflicht hinfällig wird oder ob ich das praktikum anders deklarieren muss, um meine bewerbungskosten erstattet zu bekommen."
"äh, ähm..." große wühlaktion im schreibtisch. nach mehreren minuten taucht die beraterin wieder auf und rückt ihre brille zurecht.
"sicherheitshalber würde ich dann nicht von prakitkum sprechen. sie haben dann bessere chancen, überhaupt etwas erstattet zu bekommen."
"ja, wie, kriege ich denn jetzt doch was nicht erstattet?"
"das liegt beim gutachter und was der ihnen beimisst."
"und an welchen kriterien bemisst der gutachter genau was?"
"das kann ich ihnen jetzt auch nicht so genau sagen."
"sehen sie, das ist der satz, den ich bisher am häufigsten auf dem arbeitsamt gehört habe."
sie lacht nervös. dann wühlt sie wieder und taucht diesmal mit einem weißen blatt wieder auf.
"hier stehen internetadressen drauf, wo sich akademiker bewerben können."
ich lese biochemie, maschinenbau und vieles andere, aber nichts, was mir weiterhelfen würde.
"da ist nichts für mich dabei."
"achja. naja, aber ich kenne da eine seite im internet..." sie tippt und schaut und tippt und wartet.
"da, sehen sie, das ist ein portal für stellenanzeigen im medienbereich... also jetzt eher regional."
"sie wissen schon, dass ich ab juni in hamburg wohne?"
"äh, ja, dann... da kann unter umständen auch schon was dabei sein, wenn das unternehmen vielleicht auch in hamburg eine niederlassung hat."
"ich sehe hier kein einziges angebot aus hamburg."
"ähm, ja stimmt." sie kichert nervös.
langsam bekomme ich das gefühl, bei einem casting für grundschullehrerinnen zu sein. wir behandeln gerade das thema 'einfach erklären mit vielen wiederholungen für intellektuell schwache schüler'.
ich sage: "ich habe bisher die meisten stellenanzeigen auf brancheninternen websites gefunden." ich nennen zwei, drei meiner meistbesuchten jobbörsen.
"ähm, ja, dann brauche ich ihnen ja hier nichts zu erzählen, was sie ohnehin schon wissen."
"genau."
und bevor sie zum nächsten stoiberschen "ähm" ansetzen kann, stehe ich schon, habe meine tasche über meine schulter geworfen und sage ironisch-artig: "vielen dank, sie haben mir sehr weitergeholfen."
"ja, äh, dann auf wiedersehen."
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sugardaddy,
Dienstag, 22. April 2008, 23:10
Willkommen in Loriots heiler Welt.
Der Weg zum Erfolg.
Der Weg zum Erfolg.
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mark793,
Dienstag, 22. April 2008, 23:17
Ich
fass
es
nicht.
Und dass nicht öfters mal Amok gelaufen wird in solchen Einrichtungen, das ist ein Mysterium.
es
nicht.
Und dass nicht öfters mal Amok gelaufen wird in solchen Einrichtungen, das ist ein Mysterium.
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frl.deville,
Mittwoch, 23. April 2008, 02:58
Es wird Amok gelaufen. Aber nicht darüber gesprochen. Ein Bekannter ist Sachbearbeiter im AA HH Mitte. Dort gehen hin und wieder mal ganz plötzlich 1 paar Monitore zu Bruch. Plumpsen 1fach vom Tisch. Hoppla.
Richtig so. Meine Meinung.
Richtig so. Meine Meinung.
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ora.et.labora,
Dienstag, 22. April 2008, 23:24
Meine Fresse. Ist das ernst gemeint oder hast Du dazu gedichtet? Schon übel wenn man als "Kunde" kompetenter ist als der Dienstleister. Traurig echt.
Ich hoffe wirklich niemals in diese Situation zu kommen.
Wenn das überall so geht wunder ich mich auch so gar nicht mehr über die vielen Arbeitslosen
Ich hoffe wirklich niemals in diese Situation zu kommen.
Wenn das überall so geht wunder ich mich auch so gar nicht mehr über die vielen Arbeitslosen
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jammernich,
Dienstag, 22. April 2008, 23:40
Erinnert mich an Reinhardt Mays "Antrag auf Erteilung eines Antragformulars"...
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c17h19no3,
Mittwoch, 23. April 2008, 00:45
es ist leider herzlich wenig hinzugedichtet. weggelassen habe ich das, was sie mir zum thema arbeitslos und arbeitssuchend erklärt hat, das habe ich nämlich selber nicht verstanden. ;)
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frl.deville,
Mittwoch, 23. April 2008, 02:59
das trifft ja bei ihnen auch nicht zu. das müssen sie nicht unterscheiden. die deppen. wissen ja selbst nicht, wovon sie reden.
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arboretum,
Mittwoch, 23. April 2008, 00:57
Falls Sie später einmal Geld verdienen wollen, gehen Sie lieber in die PR-Branche. Wenn Sie jetzt noch lange Praktikarunden durch die Redaktionen drehen, sind Sie womöglich bald zu alt für ein Volontariat. Da liegt die Schallmauer meist bei 28, und die Kandidaten haben in der Regel Diplom/Magister, Master oder 2. Staatsexamen und langjährige Erfahrungen als freie Mitarbeiter.
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c17h19no3,
Mittwoch, 23. April 2008, 01:14
das dachte ich mir auch. vielleicht fahre ich auch zweigleisig. fände ich auch nicht schlimm. in der pr-branche geht das ja sowieso hand in hand.
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pandora77,
Mittwoch, 23. April 2008, 01:30
Generation Praktikum, und den Leuten beim Irrsinnsamt hätte das eine oder andere sicherlich auch ganz gut getan. Der helle Wahnsinn, aber leider mitten aus dem Leben. *k*tz*
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arboretum,
Mittwoch, 23. April 2008, 10:22
Hinsichtlich der Praktika könnte es auch ein Nachteil sein, dass Sie nicht mehr immatrikuliert sind. Die Medienunternehmen nehmen aus sozialversicherungsrechtlichen Gründen lieber Studis als Praktikanten. (Falls Sie deshalb immerzu Absagen erhalten sollten, bliebe Ihnen immer noch die Möglichkeit, in Hamburg wieder ein Studium aufzunehmen, nur diesmal in Ihren Fächern einen anderen Abschluss anzustreben.)
Und Sie sollten sich natürlich auch noch eine sehr überzeugende Antwort auf die Frage, warum Sie denn überhaupt auf Lehramt studiert haben, wenn Sie gar nicht in den Schuldienst wollen. "Die Bälger interessieren mich nicht", reicht da nicht, damit erwecken Sie nur den Eindruck, dass Sie sich im Grunde in Ihrer Studienwahl vertan haben. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, es ist gut, wenn jemand, dem an der Arbeit mit Schülern nichts liegt, sich das auch eingesteht und lieber einen neuen Weg sucht, statt die Sache zum Leidwesen aller durchzuziehen. Bekanntlich ist ein sehr hoher Anteil der Lehramtsstudierenden für den Beruf gar nicht geeignet, sie sehen das selbst sogar auch so, studieren aber auf Lehramt, weil ihnen nichts besseres einfällt, weil der Job sicher und familienfreundlich zu sein scheint und sie selbst ja auch immer gern zur Schule gegangen sind.
Sie brauchen also eine gute Begründung, warum Sie nicht schon im Grundstudium Ihre Studienrichtung gewechselt haben, um bei den Personalverantwortlichen nicht den Zweifel zu wecken, Sie könnten sich diesmal auch wieder in Ihrer Berufswahl vertun. Vielleicht geben ja Ihre Fächerkombination oder die Vielseitigkeit Ihres Studiums etwas für eine gute Antwort her.
Und Sie sollten sich natürlich auch noch eine sehr überzeugende Antwort auf die Frage, warum Sie denn überhaupt auf Lehramt studiert haben, wenn Sie gar nicht in den Schuldienst wollen. "Die Bälger interessieren mich nicht", reicht da nicht, damit erwecken Sie nur den Eindruck, dass Sie sich im Grunde in Ihrer Studienwahl vertan haben. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, es ist gut, wenn jemand, dem an der Arbeit mit Schülern nichts liegt, sich das auch eingesteht und lieber einen neuen Weg sucht, statt die Sache zum Leidwesen aller durchzuziehen. Bekanntlich ist ein sehr hoher Anteil der Lehramtsstudierenden für den Beruf gar nicht geeignet, sie sehen das selbst sogar auch so, studieren aber auf Lehramt, weil ihnen nichts besseres einfällt, weil der Job sicher und familienfreundlich zu sein scheint und sie selbst ja auch immer gern zur Schule gegangen sind.
Sie brauchen also eine gute Begründung, warum Sie nicht schon im Grundstudium Ihre Studienrichtung gewechselt haben, um bei den Personalverantwortlichen nicht den Zweifel zu wecken, Sie könnten sich diesmal auch wieder in Ihrer Berufswahl vertun. Vielleicht geben ja Ihre Fächerkombination oder die Vielseitigkeit Ihres Studiums etwas für eine gute Antwort her.
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c17h19no3,
Mittwoch, 23. April 2008, 12:10
dazu habe ich schon ein paar gute antworten bereit. gerade mein germanistikstudium ist kein hindernis, wenn in den stellenanzeigen steht, dass u.a. geisteswissenschaften gesucht werden. da ist es, denke ich, egal, ob man jetzt so vertieft studiert hat wie ich oder den magister hat. ich kann auf jeden fall damit überzeugen, dass mein studium sehr reichhaltig war und die bedingungen wesentlich schwerer als bei einem magisterstudiengang, während sich von der materie her nicht allzu viel unterschied (von der zusätzlichen fachdidaktik mal ausgenommen ist lehramt gymnasium - im gegegnsatz zu anderen lehrämtern - ein ganz stark fachwissenschaftlich ausgerichtetes studium, viel recherche und hausarbeiten schreiben statt irgendwelcher sitzscheine). das staatsexamen gemacht habe ich, weil ich die option, lehrerin zu werden, nicht ausschließen wollte. heutzutage muss man sich entwicklungsmöglichkeiten offenlassen.
nochmal immatrikulieren wäre irrsinn in meinen augen, das gibt das bild der ewigen und unentschlossenen studentin ab. und wenn ich ein vollzeit-praktikum von sechs monaten mache, dann ginge das ja neben dem studium auch nicht. dann müsste ich also wieder erst fertig studieren (schätze mal drei jahre mindestens, dann bin ich 30) und dann muss ich ganz von vorne anfangen. das wäre genau die selbe ineffiziente sache wie eine promotion.
nochmal immatrikulieren wäre irrsinn in meinen augen, das gibt das bild der ewigen und unentschlossenen studentin ab. und wenn ich ein vollzeit-praktikum von sechs monaten mache, dann ginge das ja neben dem studium auch nicht. dann müsste ich also wieder erst fertig studieren (schätze mal drei jahre mindestens, dann bin ich 30) und dann muss ich ganz von vorne anfangen. das wäre genau die selbe ineffiziente sache wie eine promotion.
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arboretum,
Mittwoch, 23. April 2008, 13:27
Ein sechs Monate langes Vollzeitpraktikum? Oha. Normalerweise dauern Praktika und Hospitanzen nicht so lang. Sechs Monate ist doch eigentlich nur etwas für _die_ Medienstudenten, die ein ganzes Praxissemester absolvieren müssen.
Wenn man Ihnen so ein langes Praktikum anbietet, müssen Sie aber schon schauen, wo das hinführen soll, damit Sie nicht nur billige Arbeitskraft sind und anschließend kommt der Nächste. Man merkt doch meist sehr schnell, ob ein Praktikant etwas taugt oder nicht, und außerdem gibt es auch bei Volontariaten eine Probezeit, sollte sich erst nach dem Praktikum herausstellen, dass die Chemie doch nicht stimmt.
Es stellt sich auch die Frage, ob es sinnvoll ist, als Praktikant so lange in ein und demselben Unternehmen zu arbeiten oder ob es nicht besser wäre, in der Zeit zwei oder drei verschiedene Unternehmen kennenzulernen.
Wenn man Ihnen so ein langes Praktikum anbietet, müssen Sie aber schon schauen, wo das hinführen soll, damit Sie nicht nur billige Arbeitskraft sind und anschließend kommt der Nächste. Man merkt doch meist sehr schnell, ob ein Praktikant etwas taugt oder nicht, und außerdem gibt es auch bei Volontariaten eine Probezeit, sollte sich erst nach dem Praktikum herausstellen, dass die Chemie doch nicht stimmt.
Es stellt sich auch die Frage, ob es sinnvoll ist, als Praktikant so lange in ein und demselben Unternehmen zu arbeiten oder ob es nicht besser wäre, in der Zeit zwei oder drei verschiedene Unternehmen kennenzulernen.
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c17h19no3,
Mittwoch, 23. April 2008, 14:54
also praktika um die drei bis sechs monate sind die regel. ich habe mir gedacht, dass ich mich auf drei monate festlegen lasse und danach um ein feedback bitte, auch was das weitere berufliche fortkommen betrifft (übernahme). die laufbahn ist gerade im pr-bereich jetzt auch nicht soooo fix, habe ich den eindruck. wo die einen auf volontariat/traineeship pochen, ist man bei den anderen dann einfach assistentin.
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arboretum,
Mittwoch, 23. April 2008, 20:29
In der PR-Branche mag das hinsichtlich der Länge von Praktika anders sein, sechs Monate erscheinen mir aber auch da zu lang, das riecht regelrecht nach Ausbeutung. Wird's denn wenigstens bezahlt?
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roxomatique,
Mittwoch, 23. April 2008, 21:36
Fein geschrieben, kenn ich auch (bzw. kannte ich auch). Akademiker verursachen bei AfA-Mitarbeitern gerne so etwas wie Pickel glaube ich, kann aber auch Erblast sein:
http://www.roxomatic.de/768/
http://www.roxomatic.de/768/
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ein_arbeitgeber,
Mittwoch, 23. April 2008, 22:24
Ich bin durch einen außerordentlichen Zufall hier gelandet und möchte nun doch meinen Senf dazugeben.
1.) Was erhoff(t)en Sie sich denn vom Besuch beim Arbeitsamt, noch dazu weitab der Stadt, in der Sie demnächst Ihren Wohnsitz haben werden? Wie soll man Ihnen ausgerechnet da helfen können? Diese „Nullnummer“ war vorprogrammiert, und das muss Ihnen klar gewesen sein, bevor Sie dorthin gegangen sind.
Stellen, wie Sie sie vermutlich suchen, wurden noch nie und werden auch in Zukunft nicht über die Arbeitsämter vermittelt. Diese Arbeitgeber können sich in der Regel vor unaufgeforderten Bewerbungen nicht retten und haben demzufolge kein Interesse daran, noch mehr (meist falsch qualifizierte) Kandidaten vom Arbeitsamt vermittelt zu bekommen.
2.) Wenn Sie dann in Hamburg wohnen, können Sie ja mit Bus und Bahn zum Vorstellungstermin fahren. Die 5,10 Euro für eine Tageskarte wird man Ihnen sicher jederzeit erstatten.
3.) Versuchen Sie sich einmal, in die Lage des/derjenigen auf der anderen Seite des Schreibtisches hineinzudenken.
Ihr Gegenüber ist lediglich daran interessiert, was Sie IHM/IHR bieten können und wodurch Sie sich gegenüber Ihrer Konkurrenz (!) abheben können..
- Haben Sie bereits einschlägige (!) Berufserfahrung?
- Haben Sie eine zu den künftigen Aufgabenstellungen passende (!) Ausbildung? Vermutlich eher nein. Denn dann hätten Sie beispielsweise Kommunikationswissenschaften, „Marketing“ etc. studiert.
- Können Sie sonst etwas vorweisen, was für Ihren (!) Einsatz im zukünftigen Aufgabenbereich (!) von erheblichem (!) Vorteil im Vergleich zu den zahlreichen anderen Bewerbern (= Ihren Konkurrenten) ist?
Wenn Sie alle drei Fragen mit Nein beantworten (müssen), dürfte es generell ein schwieriges Unterfangen werden. Denn fast immer findet sich ein Bewerber, der zumindest bei einer der oben genannten Fragen nicht mit „Nein“ antworten wird. Dieser erhält dann in aller Regel den Vorzug.
Bewerben ist Marketing in eigener Sache. Wenn Sie sich selbst nicht gut vermarkten können, können Sie es auch nicht mit den Produkten Ihrer Kunden.
Zur Auswahl der Bewerbungsempfänger:
Suchen Sie zu Ihren Interessen passende (!) Bewerbungsempfänger. Wenn Sie beispielsweise auf Verbindungselemente „stehen“, dann wäre das die PR-Agentur des Weltmartkführers Würth. Sind es Kosmetika, dann empfiehlt sich die Agentur von Beiersdorf. Das alles lässt sich recht schnell ergooglen.
Zu den Bewerbungsunterlagen:
Verkaufen Sie sich so gut, wie es irgendwie nur geht. Schreiben Sie das Bewerbungsanschreiben auf den Punkt (= die zukünfige Verwendung), und halten Sie sich beim Rest Ihrer Unterlagen an klassische Vorgaben (d. h. vollständiger Lebenslauf deutscher Ausführung , alle (!) Zeugnisse). Legen Sie Ihrer Bewerbung unbedingt Arbeitsproben bei – egal was, es muss nur passend (!) und überzeugend sein.
Im Bewerbungsgespräch:
Berücksichtigen Sie, dass Ihr Gegenüber nicht sämtliche Lehrpläne aller deutschen
Hochschulen im Kopf hat und auch nicht gewillt ist, sich dieses Wissen anzueignen. Für ihn
zählen vermutlich ausschließlich ein passend empfundener Studiengang, die Abschlussnote, der Titel der Abschlußarbeit (soweit vorhanden) und ggf. noch das (subjektiv empfundene) Renommee der Hochschule.
Hüten Sie sich vor Aussagen wie „Ich mag keine Kinder“. Was machen Sie denn, wenn Ihr Genenüber vier Kinder hat und dessen Hauptauftraggeber die Firmen Alete oder Toys’r’us sind?
Trotz meiner zahlreichen kritischen Anmerkungen wünsche in jedem Fall viel Erfolg!
1.) Was erhoff(t)en Sie sich denn vom Besuch beim Arbeitsamt, noch dazu weitab der Stadt, in der Sie demnächst Ihren Wohnsitz haben werden? Wie soll man Ihnen ausgerechnet da helfen können? Diese „Nullnummer“ war vorprogrammiert, und das muss Ihnen klar gewesen sein, bevor Sie dorthin gegangen sind.
Stellen, wie Sie sie vermutlich suchen, wurden noch nie und werden auch in Zukunft nicht über die Arbeitsämter vermittelt. Diese Arbeitgeber können sich in der Regel vor unaufgeforderten Bewerbungen nicht retten und haben demzufolge kein Interesse daran, noch mehr (meist falsch qualifizierte) Kandidaten vom Arbeitsamt vermittelt zu bekommen.
2.) Wenn Sie dann in Hamburg wohnen, können Sie ja mit Bus und Bahn zum Vorstellungstermin fahren. Die 5,10 Euro für eine Tageskarte wird man Ihnen sicher jederzeit erstatten.
3.) Versuchen Sie sich einmal, in die Lage des/derjenigen auf der anderen Seite des Schreibtisches hineinzudenken.
Ihr Gegenüber ist lediglich daran interessiert, was Sie IHM/IHR bieten können und wodurch Sie sich gegenüber Ihrer Konkurrenz (!) abheben können..
- Haben Sie bereits einschlägige (!) Berufserfahrung?
- Haben Sie eine zu den künftigen Aufgabenstellungen passende (!) Ausbildung? Vermutlich eher nein. Denn dann hätten Sie beispielsweise Kommunikationswissenschaften, „Marketing“ etc. studiert.
- Können Sie sonst etwas vorweisen, was für Ihren (!) Einsatz im zukünftigen Aufgabenbereich (!) von erheblichem (!) Vorteil im Vergleich zu den zahlreichen anderen Bewerbern (= Ihren Konkurrenten) ist?
Wenn Sie alle drei Fragen mit Nein beantworten (müssen), dürfte es generell ein schwieriges Unterfangen werden. Denn fast immer findet sich ein Bewerber, der zumindest bei einer der oben genannten Fragen nicht mit „Nein“ antworten wird. Dieser erhält dann in aller Regel den Vorzug.
Bewerben ist Marketing in eigener Sache. Wenn Sie sich selbst nicht gut vermarkten können, können Sie es auch nicht mit den Produkten Ihrer Kunden.
Zur Auswahl der Bewerbungsempfänger:
Suchen Sie zu Ihren Interessen passende (!) Bewerbungsempfänger. Wenn Sie beispielsweise auf Verbindungselemente „stehen“, dann wäre das die PR-Agentur des Weltmartkführers Würth. Sind es Kosmetika, dann empfiehlt sich die Agentur von Beiersdorf. Das alles lässt sich recht schnell ergooglen.
Zu den Bewerbungsunterlagen:
Verkaufen Sie sich so gut, wie es irgendwie nur geht. Schreiben Sie das Bewerbungsanschreiben auf den Punkt (= die zukünfige Verwendung), und halten Sie sich beim Rest Ihrer Unterlagen an klassische Vorgaben (d. h. vollständiger Lebenslauf deutscher Ausführung , alle (!) Zeugnisse). Legen Sie Ihrer Bewerbung unbedingt Arbeitsproben bei – egal was, es muss nur passend (!) und überzeugend sein.
Im Bewerbungsgespräch:
Berücksichtigen Sie, dass Ihr Gegenüber nicht sämtliche Lehrpläne aller deutschen
Hochschulen im Kopf hat und auch nicht gewillt ist, sich dieses Wissen anzueignen. Für ihn
zählen vermutlich ausschließlich ein passend empfundener Studiengang, die Abschlussnote, der Titel der Abschlußarbeit (soweit vorhanden) und ggf. noch das (subjektiv empfundene) Renommee der Hochschule.
Hüten Sie sich vor Aussagen wie „Ich mag keine Kinder“. Was machen Sie denn, wenn Ihr Genenüber vier Kinder hat und dessen Hauptauftraggeber die Firmen Alete oder Toys’r’us sind?
Trotz meiner zahlreichen kritischen Anmerkungen wünsche in jedem Fall viel Erfolg!
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schmollsenior,
Donnerstag, 24. April 2008, 00:35
Falsche Spalte?
Wenn ich das richtig gelesen habe, werter Arbeitgeber
1.) Was erhoff(t)en Sie sich denn vom Besuch beim Arbeitsamt, noch dazu weitab der Stadt, in der Sie demnächst Ihren Wohnsitz haben werden?
war es doch so, daß die von Ihnen (im einen oder anderen Punkt durchaus nicht ganz zu Unrecht) Kritisierte vorgeladen worden war:
"[...] in meinem schreiben steht, sie wollen sie mit mir über meine berufliche situation [...] weil sie sich mit mir unterhalten wollen. steht in diesem schreiben. ich halte ihr das anschreiben von der agentur für arbeit vor die nase."
Und weshalb sollte die zum Gespräch "Eingeladene" sich Bemerkungen verkneifen, wenn es zutrifft, wie Sie in Ihrem Kenntnisreichtum zum besten geben:
"Stellen, wie Sie sie vermutlich suchen, wurden noch nie und werden auch in Zukunft nicht über die Arbeitsämter vermittelt. Diese Arbeitgeber können sich in der Regel vor unaufgeforderten Bewerbungen nicht retten und haben demzufolge kein Interesse daran, noch mehr (meist falsch qualifizierte) Kandidaten vom Arbeitsamt vermittelt zu bekommen."
Oder sollte es Ihnen so gegangen sein wie der Dame aus der Arbeitslosenstatistikverwaltung, die in eine falsche Spalte gerutscht ist?
1.) Was erhoff(t)en Sie sich denn vom Besuch beim Arbeitsamt, noch dazu weitab der Stadt, in der Sie demnächst Ihren Wohnsitz haben werden?
war es doch so, daß die von Ihnen (im einen oder anderen Punkt durchaus nicht ganz zu Unrecht) Kritisierte vorgeladen worden war:
"[...] in meinem schreiben steht, sie wollen sie mit mir über meine berufliche situation [...] weil sie sich mit mir unterhalten wollen. steht in diesem schreiben. ich halte ihr das anschreiben von der agentur für arbeit vor die nase."
Und weshalb sollte die zum Gespräch "Eingeladene" sich Bemerkungen verkneifen, wenn es zutrifft, wie Sie in Ihrem Kenntnisreichtum zum besten geben:
"Stellen, wie Sie sie vermutlich suchen, wurden noch nie und werden auch in Zukunft nicht über die Arbeitsämter vermittelt. Diese Arbeitgeber können sich in der Regel vor unaufgeforderten Bewerbungen nicht retten und haben demzufolge kein Interesse daran, noch mehr (meist falsch qualifizierte) Kandidaten vom Arbeitsamt vermittelt zu bekommen."
Oder sollte es Ihnen so gegangen sein wie der Dame aus der Arbeitslosenstatistikverwaltung, die in eine falsche Spalte gerutscht ist?
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roxomatique,
Mittwoch, 23. April 2008, 21:39
Außerdem vermitteln AfA-Mitarbeiter gerne den Eindruck, abends nur RTL2 zu gucken und jedem Arbeitslosen ins Gesicht strahlen zu müssen, der Engagement zeigt (also so ziemlich jedem?). Das Fernsehgucken fällt dann unter Motivation, zählt zu den Überstunden und ist steuerlich vermutlich absetzbar.
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sunny5,
Mittwoch, 23. April 2008, 22:11
ich drück dir die daumen und lass dich ordentlich bezahlen! :-)
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amelia,
Donnerstag, 24. April 2008, 09:14
Wenn Du sowieso nie vorhattest, Lehrerin zu werden (oder das zumindest glaubhaft versichern kannst), und das Lehramtsexamen nur "zur Sicherheit" angestrebt hast, dann würde ich das im Bewerbungsgespräch auch so sagen - und überhaupt nicht länger auf dem Aspekt "Lehrererberuf oder nicht" herumreiten. In der Medienbranche wimmelt es nämlich mehr oder weniger von Leuten, die aus ähnlichen Gründen ein Lehramtsexamen besitzen.
Viel wichtiger ist, dem Arbeitgeber deutlich zu machen, was Du denn wirklich anstrebst, warum Du das für richtig hältst und was Du bislang dafür getan hast. Entscheidend sind natürlich Fähigkeiten, die der Arbeitgeber braucht und die andere Bewerber (mutmaßlich) nicht im gleichen Maße besitzen...
Germanistik ist schön und gut, aber natürlich gibt es eine Menge anderer Germanisten auf Jobsuche. Denk also drüber nach, was Dich besonders auszeichnet. Prima schreiben kannst Du ja auf jeden Fall. Also: Arbeitsproben!
Ausbeuten lassen würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht. "Hippe" Arbeitgeber mit halsabschneiderischen Konditionen würde ich meiden. Such für den Anfang im Zweifelsfall lieber nach der kleinen, feinen Nische. Wenn man an so einem Ort zeigt, was man kann, ist der spätere Aufstieg manchmal gar nicht schwierig.
Viel wichtiger ist, dem Arbeitgeber deutlich zu machen, was Du denn wirklich anstrebst, warum Du das für richtig hältst und was Du bislang dafür getan hast. Entscheidend sind natürlich Fähigkeiten, die der Arbeitgeber braucht und die andere Bewerber (mutmaßlich) nicht im gleichen Maße besitzen...
Germanistik ist schön und gut, aber natürlich gibt es eine Menge anderer Germanisten auf Jobsuche. Denk also drüber nach, was Dich besonders auszeichnet. Prima schreiben kannst Du ja auf jeden Fall. Also: Arbeitsproben!
Ausbeuten lassen würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht. "Hippe" Arbeitgeber mit halsabschneiderischen Konditionen würde ich meiden. Such für den Anfang im Zweifelsfall lieber nach der kleinen, feinen Nische. Wenn man an so einem Ort zeigt, was man kann, ist der spätere Aufstieg manchmal gar nicht schwierig.
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c17h19no3,
Donnerstag, 24. April 2008, 22:49
ich weiß jetzt irgendwie gar nicht mehr, was ich dazu alles sagen soll. (komplimente machen mich verlegen.)
außer: ja, es gibt arbeitgeber, die nehmen nur leute mit einer ganz bestimmten ausbildung und mit erfahrung, egal, wie dumm die ach so erfahrenen sich anstellen, und es gibt andere, die sehen sowas wie potenzial, engagement und blitzschnelle auffassungsgabe. ich weiß dann aber auch, wo ich arbeiten möchte. keine frage von falschem stolz, sondern von geschmack.
außer: ja, es gibt arbeitgeber, die nehmen nur leute mit einer ganz bestimmten ausbildung und mit erfahrung, egal, wie dumm die ach so erfahrenen sich anstellen, und es gibt andere, die sehen sowas wie potenzial, engagement und blitzschnelle auffassungsgabe. ich weiß dann aber auch, wo ich arbeiten möchte. keine frage von falschem stolz, sondern von geschmack.
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weltenweiser,
Freitag, 25. April 2008, 15:19
Es schadet sicher nicht, schon vorher mal ein paar Artikel in Zeitungen oder Zeitschriften unterzubringen.
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c17h19no3,
Freitag, 25. April 2008, 20:27
ich schreibe leserbriefe, in denen ich stilistische, grammatische und orthografische fehler größerer zeitungen und zeitschriften vermelde. zählt das auch? *g*
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